Faktencheck - Indirekte Treiber von Biodiversitätsänderungen

Es sollen die indirekten Treiber mit Hilfe einer Literatur-Review und Datenrecherche untersucht und
dokumentiert werden. Es gibt zu den indirekten Treibern des Biodiversitätsrückganges viele einzelne
Studien, die den Wissenschaftsdisziplinen Ökonomie, Agrarökonomie, Sozialwissenschaften,
Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften zugeordnet werden können. Allerdings fehlt eine
Darstellung, die sich disziplinübergreifend auf die Erkenntnisse der einzelnen Disziplinen stützt und einen
datenbasierten Überblick über die indirekten (sozio-ökonomischen) Treiber der Biodiversitätsentwicklungen
gibt. Dazu soll die Literatur in die drei Haupttreiber ökonomische, sozio-ökonomische und rechtliche
Bestimmungsgründe eingeteilt werden, , die sowohl einzeln als auch in Kombination auf die
Landnutzungsentscheidungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe sowie in der Agrarpolitik wirken. Ein
besonderer Schwerpunkt in der Darstellung wird auf die Ausgestaltung der Agrar- und Umweltpolitik gelegt,
da z.B. die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP), aber auch die EU Natura 2000-Strategie in vielen
Studien als wichtige Stellschrauben für die Änderung der Landnutzung in Richtung eines stärkeren
Schutzes der Biodiversität identifiziert werden (Leopoldina 2020, Lakner 2020). Durch die Datenrecherche
sollen auch der Einfluss langfristiger Strukturveränderungen in der Landwirtschaft und deren Einfluss auf
die Strukturvielfalt und das Artenvorkommen in der Landwirtschaft untersucht werden.

Bearbeiter: Prof. Dr. Sebastian Lakner