Dünen und Deiche an der Ostsee - wie werden sie in Zukunft aussehen?

Foto: Der Versuchsdeich Dredgdikes, Prof. Fokke Saathoff
Foto: An der Ostseeküste, Christian Kaehler

Referent:
Prof. Dr. Fokke Saathoff
Professur Geotechnik und Küstenwasserbau 

Inhalt:
Im gesamten Ostseeraum und weltweit schützen Dünen bzw. Deiche die Menschen vor Sturmfluten. Allein in Mecklenburg-Vorpommern haben die Dünensysteme eine Länge von 113 km, das entspricht ca. 30% der gesamten Außenküste. Die Professur für Geotechnik und Küstenwasserbau beschäftigt sich intensiv mit der Entwicklung innovativer Ideen im Küsten- und Hochwasserschutzes, aber auch mit der Planung und dem Bau von Häfen. Eine Schnittmenge der Forschungsrichtungen der Professur ist die Düne bzw. der Deich, der sowohl von Wellen und Hochwasser wasserseitig beansprucht wird, aber auch unter Standsicherheitsbetrachtungen geotechnisch interessant ist. So hatte das Projekt RADOST die Abschätzung der Klimawandelauswirkungen an der Ostsee und die notwendigen Anpassungen der Küstenschutzbauwerke zum Inhalt. Im Projekt DREDGDIKES wurde das Verhalten von Deichen unter Einsatz von Baggergut und Geokunststoffen untersucht. Das Nachfolgeprojekt MULITIDIKES erforscht derzeit die Möglichkeiten, wie ein Deich der Zukunft aussehen kann. Das Projekt PADO wird diesbezüglich im Herbst 2017 u.a. mit dem Bau einer Versuchsdüne in Warnemünde und dem gezielten Zerstören dieser Düne für Aufsehen sorgen. Mit diesem Projekt sollen die Prozesse und Auswirkungen von Dünendurchbrüchen an der deutschen Ostseeküste erforscht werden. Im Vortrag werden ergänzend auch die Ergebnisse von vergleichsweise kleineren Forschungsaufträgen z.B. vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz in Husum zur Anpassung der Regionaldeiche in Schleswig-Holstein oder vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt zum Überströmungsszenarium Nord-Usedom erläutert.

Professor Saathoff hat an der Universität Hannover Bauingenieurwesen mit den Schwerpunkten konstruktiver Ingenieurbau und Wasserbau studiert. Nach 15 Jahren in der freien Wirtschaft wurde er 2006 auf die Professur Geotechnik und Küstenwasserbau berufen. Die Professur hat in den letzten 11 Jahren vielfältige Forschungsprojekte zum Schutz unserer Küsten bearbeitet.

Veranstalter: Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät (AUF), Gesellschaft der Freunde und Förderer der AUF & Wissenschaftsverbund IuK

Veranstaltungsort: Hörsaal JLW8-HSL, Justus-von-Liebig-Weg 8, 18059 Rostock


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