Nutzung von Fernerkundungsmethoden zur Charakterisierung von Moorstandorten

Foto: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Referent:
Dr. Erik Borg
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)
Nationales Bodensegment Neustrelitz

Inhalt:
Moore sind landschaftsprägende Elemente in Mecklenburg-Vorpommern. Sie dienen als Lebens- und Rückzugsraum von Pflanzen und Tiere, fixieren infolge der Torfbildung Kohlenstoff und andere Stoffe, und wirken als Wasserspeicher mit abflussdämpfender Wirkung. Zudem beeinflussen Moore das Regionalklima, da sie aufgrund ihres hohen Wassergehaltes durch eine hohe Wärmekapazität gekennzeichnet. Da in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Moorstandorte genutzt werden, ist ihr Schutz zunehmend in das Interesse einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Eine nachhaltige und landschaftsschonende Nutzung (z.B. Wiedervernässung und/ oder wirtschaftliche Nutzung) erfordert jedoch ausreichende Standortinformation, woraus einerseits die Notwendigkeit zur Identifikation geeigneter Zustandsindikatoren für Moore und andererseits ein Bedarf an geeigneten Methoden zur Messung dieser Indikatoren resultieren. Insbesondere in den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine Kombination von In-situ-Messverfahren und Methoden der Fernerkundung diese Informationen bereitstellen kann.

Herr Dr. Erik Borg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des DLR/DFD Nationales Bodensegment Neustrelitz. Er beschäftigt sich u.a. mit der Entwicklung von Algorithmen zur Auswertung von Fernerkundungsdaten. In seinem Beitrag werden einige Prozesse und Eigenschaften von Mooren, die eine Statusanalyse bzw. Entwicklungsanalyse zulassen, aus dem Blickwinkel der Fernerkundung dargestellt und diskutiert.

Veranstalter: Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät (AUF), Gesellschaft der Freunde und Förderer der AUF & Wissenschaftsverbund IuK

Veranstaltungsort: Hörsaal JLW8-HSL, Justus-von-Liebig-Weg 8, 18059 Rostock


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