Landschaftsökologie und Standortkunde

 

 

Die Arbeitsgruppe untersucht die Kopplung von landschaftlicher Struktur, (Nutzungs-)Geschichte und standörtlichen Bedingungen mit den in ihr stattfindenden ökologischen Prozessen. Wir möchten verstehen, wie die Vegetation auf den Standort reagiert und wie Pflanzengemeinschaften durch die ökologischen Rahmenbedingungen geprägt werden. Umgekehrt untersuchen wir, welchen Einfluss Vegetation und Boden auf den Stoffumsatz eines Standortes/eines Ökosystems/einer Landschaft hat. Dazu verwenden wir in unserer Forschung vegetationskundliche, hydrochemische und mikrometeorologische Methoden. Ein Schwerpunkt unserer Forschung ist der Umsatz klimarelevanter Spurengase in Mooren. Wir arbeiten an Strategien zur Herabsetzung von Treibhausgasemissionen aus Feuchtgebieten.

Außerdem sind wir an vielfältigen Biodiversitätsdatenprojekten beteiligt und arbeiten an der Vernetzung und Auswertung dieser Daten auf nationaler und internationaler Ebene. Die Entwicklung von Citizen Science Portalen, von Vegetationsdatensammlungen und den dafür nötigen Voraussetzungen wie etw taxonomischen Referenzlisten sollen uns befähigen, die Entwicklung der Biodiversität in Vergangenheit und Zukunft erkennen und beurteilen zu können.

In der Lehre sind wir an den Bachelorstudiengängen "Agrarwissenschaften" und "Umweltingenieurwissenschaften" sowie den Master-Studiengängen "Pflanzenproduktion und Umwelt" und "Umweltingenieurwesen" beteiligt. Um landschaftsökologische Fragestellungen bearbeiten zu können, ist eine profunde Kenntnis landschaftsökologischer und vegetationskundlicher Zusammenhänge nötig. Wir streben eine Integration intensiver Freilanderfahrungen und einem "Gefühl für die Landschaft" mit modernen quantitativen Methoden an.