WerBeo

 

Werkzeuge zur Erfassung biologischer Beobachtungsdaten in Deutschland (WerBeo)

– distributed-is-the-new-centralized –

Projektlaufzeit: 01.01.2018 - 31.12.2020

Projektförderung:

Bundesamt für Naturschutz (BfN) im  Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt

Projektleitung: Prof. Florian Jansen

Projektmitarbeitende: Jan-Hendrik Pässler, Daniel Nordhoff-Vergien, Holger Frehse, Birke Heesten

Kooperationspartner:

Beteiligte Bundesländer:

Für die Dokumentation und Analyse der Biodiversität in Deutschland sind dringend IT-Lösungen für die Erfassung, Mobilisierung und den Austausch von Daten erforderlich, die

  1. die föderale Struktur und die damit verbundene verteilte Datenhaltung von biologischen Beobachtungsdaten berücksichtigen und aktiv unterstützen,
  2. eine einfache und intuitive Bedienung der Erfassungskomponenten durch ehrenamtlich tätige Artenkenner ermöglichen,
  3. die Anforderungen der Fachgemeinschaften unterstützt, über die Bereitstellung und Verwendung ehrenamtlich erhobener Daten selbst zu bestimmen, und
  4. dennoch zeitnahe, bundesweit harmonisierte Auswertungen ermöglicht.

Ausgehend von den Erfahrungen in verschiedenen Vorprojekten (Bund: vegetweb 2.0, deutschlandflora.de, Landesebene: flora-BB, flora-MV) und mit Hilfe der dort erfolgten Entwicklungen sollen technische und organisatorische Grundlagen geschaffen werden, um Vorkommensdaten beispielhafter Artengruppen weitgehend automatisch zusammenzuführen und öffentlich zugänglich zu machen.Durch die Zusammenarbeit der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt im Bereich der Erfassung biologischer Beobachtungsdaten soll gezeigt werden, wie der Datenfluss von der mobilen Datenerfassung im Feld, über daran angeschlossene regionale, bundesweite und/oder organismenspezifische Portale und Landesinformationssysteme hin zu bundesweiten Aggregatoren erfolgen kann.

Das verwendete INDICIA-System mit einem zentral geführten Daten-Warenhaus ermöglicht die Zusammenarbeit dezentraler Datenhalter untereinander, den Datenaustausch mit übergeordneten Aggregatoren, sowie eine zentrale Administration der Datenhaltung. Sie bietet dabei die Möglichkeit, die verteilte fachliche Expertise und Datenhoheit, wie sie für viele Artengruppen vorhanden und für die Pflege der Daten auch dauerhaft erforderlich ist, beizubehalten und effektiv zu handhaben.

 Projektziele:

  1. Eine Kooperation zwischen mehreren Bundesländern bzw. deren Landesfachbehörden bei der Schaffung öffentlich zugänglicher Informationssysteme für Flora und Fauna.
  2. Die Wahrung der Datenbankrechte föderaler Fachgruppen und Landesbehörden mit Hilfe einer Rechteverwaltung zur Herausgabe, Filterung und Aggregierung von verteilten Daten.
  3. Die beispielhafte automatisierte Vernetzung dieser Informationssysteme mit bundesweiten Datenspeichersystemen (insbesondere deutschlandflora.de), um zeitnah umfassende naturschutzfachliche Auswertungen auch auf Bundesebene zu ermöglichen.
  4. Die Zusammenarbeit mit vorhandenen Open-Source Projekten (INDICIA, EDIT, Mobile-App), um eine möglichst große Vielfalt an Entwicklungen bei größtmöglicher Kompatibilität zu fördern.