Zander sind robust gegenüber chronischem O2-Mangel

Publikation Juli 2021: Diese Forschungsarbeit, die in enger Kooperation mit unseren tschechischen Kollegen durchgeführt wurde, beleuchtet aus physiologischer, zellulärer und molekularer Sicht die Auswirkungen chronisch niedriger Sauerstoffsättigung auf Zander (Sander lucioperca), die in rezirkulierenden Aquakulturanlagen (RAS) gezüchtet werden. Unzureichende Sauerstoffsättigung, oder Hypoxie, gehört zu den kritischen Stressfaktoren in der intensiven Aquakultur. Wenn Fische über längere Zeiträume hinweg niedrigen Sauerstoffwerten ausgesetzt sind, beeinträchtigt dies meist ihr Wohlbefinden und ihre Immunkompetenz erheblich, was zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit und daraus resultierenden wirtschaftlichen Verlusten führt. Die gewonnenen Daten geben einen umassenden Einblick in die Veränderungen der Immunkompetenz der untersuchten Fische und lassen auf eine hohe Robustheit dieser neuen Aquakulturart gegenüber den Stressfaktoren der intensiven Aquakultur schließen.

https://doi.org/10.3390/biology10070649

 

 

Genregulation in der Ontogenese des Zanders

Publikation, Februar 2021: Charakterisierung von Stress- und Entwicklungsschlüsselgenen in der frühen Ontogenese des Zanders (Sander lucioperca) in vivo und in vitro. Es konnten unter anderem vielversprechende Kandidaten identifiziert werden, die in der Futterverwertung (APOE, BMP4, BMP7, CKM, GATM, TFEB) eine Rolle übernehmen und die die Wachstumsphase des juvenilen Zanders (GHR, IGF2, RXRA, PPARA, PPARD) repräsentieren. Diese Gene können in zukünftigen Studien zur Begleitung und Kontrolle der Entwicklung von Zanderbrut in der Zucht eingesetzt werden. 

https://doi.org/10.1007/s10695-021-00929-6