Lehraufgaben der Professur Molekularbiologie und Genetik der Fische

Für eine tiergerechte und gleichzeitig wettbewerbsfähige Aquakultur von Fischen ist die Implementierung von Kenntnissen zur Molekularbiologie und zum Genom sowie der Genetik auf den Ebenen der Population, der Familie und des Einzeltieres essentiell.

Deshalb vermittelt die Professur Molekularbiologie und Genetik der Fische den Studierenden des Masterstudienganges „Aquakultur“ Fachwissen zum Aufbau und zur Funktion von Fischgenomen sowie zu zellulären Aspekten der Merkmalsvererbung. Basierend auf anwendungsorientierten Beispielen der Fischaquakultur sensibilisieren wir die Studierenden dafür, den Einfluss und Nutzen molekularer, genetischer, züchterischer und reproduktionsbiologischer Ansätze in der Fischaquakultur auf das Tierwohl, die Tiergesundheit und die Produktionsleistung zu reflektieren und zu verstehen.

Wir fokussieren den Blick der Studierenden weiter in Richtung Tiergesundheit und vermitteln die molekularen Signalkaskaden des Immunsystems bei Fischen, deren Wirkungsweise und deren Regulation in Abhängigkeit von Pathogen- und Haltungsstress in differenten Aquakultursystemen. In diesem Kontext erhalten die Studierenden auch einen Einblick in die Immunologie und Pathologie der Fische sowie der Seuchenbekämpfung in der Aquakultur.

Im Rahmen eines forschungsorientierten molekularbiologischen Praktikums werden die Studierenden in die Lage versetzt, ein Monitoring an Fischen basierend auf phänotypischen und molekularen Indikatoren selbst durchzuführen. Parallel dazu bieten wir den Studierenden die Möglichkeit, aktuellste angewandte und grundlagenforschungsorientierte Erkenntnisse zu molekularbiologischen und genetischen Aquakulturthemen vorzustellen und mit uns zu diskutieren.