Warum Umweltingenieurwissenschaften studieren?

Umweltgerechtes Handeln von der lokalen bis zur globalen Ebene ist Grundlage für die zukunftssichere Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Gesellschaftliche und technische Entwicklungen sind deshalb immer unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu betrachten. Dies gilt umso mehr, angesichts des hohen und weltweit wachsenden Nutzungsdrucks auf alle Umweltkompartimente und der notwendigen Anpassung an anthropogen verursachte Umweltveränderungen.

Umweltingenieure entwickeln Lösungsansätze für eine umweltgerechte Befriedigung grundlegender gesellschaftlicher Ansprüche. Dabei unterscheidet sich die Herangehensweise der Umweltingenieurwissenschaften von anderen Disziplinen grundlegend. Aufgrund der breiten, interdisziplinären Ausbildung kann das spezifische Wissen „harter“ Ingenieurdisziplinen (z B. in den Bereichen Bauingenieurwesen, Energie- und Umwelttechnik) mit verfahrenstechnischen, ökologischen aber auch wirtschaftlichen Kenntnissen verknüpft und zu ganzheitlichen Lösungen zusammengeführt werden. Der „Umweltingenieur“ ist somit eine zentrale Schnittstelle und fachlicher Moderator zwischen verschiedenen Fachdisziplinen.

Die besonderen regionalen Rahmenbedingungen, das Profil der Universität Rostock und die Einordnung des Studiengangs in die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät bestimmen den Fokus der Ausbildung. Der hier zu studierende Umweltingenieur ist schwerpunktmäßig ein Ingenieur für den ländlichen Raum sowie die Landschaft und arbeitet an der Schnittstelle der wesentlichen gesellschaftlichen Treiber Siedlung, Verkehr, Landwirtschaft sowie den interagierenden Umweltsystemen Küste, Boden und Wasser.