Gibt es Zulassungsbeschränkungen?

Jaein, für den Bachelorstudiengang Agrarwissenschaften gilt, dass die Studieninteressiertn bereits vor Studienbeginn ein 12-wöchiges Praktikum absolviert haben. Auf Ausnahmefällen reichen sechs Wochen vor Studienbeginn für die Zulassung. Die weiteren sechs Wochen müssen dann bis zur Beantragung der Bachelorarbeit erfolgen.

Für den Studienganggang Umweltingenieurwissenschaften gilt, dass die Studieninteressierten vor Studienbeginn ein vierwöchiges Praktikum absolviert haben.

Weitere Informationen zu den erforderlichen Praktikas gibt es hier.

Ansonsten reicht das Abi. Für zulassungsfreie Studiengänge ist jedem Studieninteressierten unter Beachtung der entsprechenden Voraussetzungen und unter Einhaltung der Fristen ein Studienplatz sicher. Sonderregelungen bezüglich Berufsausbildung, Berufspraxis und anschließendem Studium müssten vorab mit dem Studiengangsverantwortlichen besprochen werden.

Vorkenntnisse - Mathe, Physik, Chemie, Biologie?

Die Agrarwissenschaften sind ein naturwissenschaftliches Studium und das heißt, du solltest auf jeden Fall Interesse und Vorkenntnisse in den Naturwissenschaften - also Biologie, Chemie und Physik -  haben. Für Umweltingenieurwissenschaften sind neben den naturwissenschaftlichen auch mathematische Kenntnisse wichtig. Klar wäre es vorteilhaft, wenn du alle Fächer bis zum Ende deiner Schullaufbahn belegt hättest, aber nur die wenigsten Absolventen hier hatten das. Auch Studenten mit nur einem Jahr Chemie in der Schule sind schon durch die Prüfung gekommen. Man lernt ja in den Vorlesungen, Übungen, Praktika und Tutorien nochmal das, was man dann in der Prüfung auch wissen soll. Vieles aus der Schule wird wiederholt und dann erst vertieft.

Ansonsten heißt es manchmal eben auch: Augen zu und durch - lernen, lernen, lernen.

Sind Englischkenntnisse notwendig? Gibt es Vorlesungen auf Englisch?

Vorlesungen finden i.d.R. auf Deutsch statt. Es kann aber vorkommen, dass ein Gastdozent da ist, der Englisch spricht. Auch wenn man nur selten Englisch sprechen oder hören wird, so ist es doch ganz gut, wenn man es versteht. Vor allem wenn man im späteren Studienverlauf auch mal Fachtexte liest. Diese sind oft auf Englisch. Möchte man später in der Forschung tätig sein, muss man seine Beiträge oftmals auf Englisch verfassen.

Gute Möglichkeiten zum Englischlernen bieten die Kurse des Sprachenzentrums, die auf verschiedenen Niveaus die eigenen Kenntnisse auffrischen und sie mit Fachvokabular vertiefen.

Wie läuft das Praktikum ab? In welche Betriebe kann man gehen?

Um den Bachelorabschluss Agrarwissenschaften zu erhalten, müsst ihr insgesamt 12 Wochen Praktikum nachweisen. Davon müssen mindestens sechs Wochen vor Studienbeginn absolviert werden. Die restlichen sechs Wochen sind bis zur Anmeldung der Bachelorarbeit zu belegen. Ihr könnt Sie entweder in der vorlesungsfreien Zeit oder während eines Urlaubssemesters absolvieren.

Schaut mal in unsere Praktikumsbörse. Dort findet ihr viele verschiedene Betriebe. Wenn ihr euch nicht sicher seid, fragt vorher im Studienbüro/Praktikumsamt nach, ob euer Wunschpraktikum auch anerkannt wird.

Für die Zulassung zum Bachelorstudiengang Umweltingenieurwissenschaften  müsst ihr ein Praktikum von vier Wochen nachweisen. Das Praktikum muss vollständig vor dem Studium absolviert werden. Ihr könnt es z.B. in der Ver- und Entsorgung, im Tiefbau und bei Umweltgeotechnik, im Wasserbau und in der Wasserwirtschaft, im Geoinformationswesen, der Umweltplanung und im Energiebereich durchführen.

Informationen zur Abrechnung der Praktika gibt es hier. Für beide Studiengänge gilt, dass eine Berufsausbildung als Berufspraktikum anerkannt werden kann.

Wo findet man die geltenden Prüfungs- und Studienordnungen?

Wie baut man einen Stundenplan?

Die Studierenden der AUF müssen sich den Stundenplan nicht selber bauen - man bekommt ihn fertig und findet ihn hier. Etwa 2 Wochen vor Vorlesungsbeginn könnt ihr damit rechnen, dass er fertig ist, spätestens aber in der Einführungswoche. Ein vorgegebener Stundenplan spart Zeit und führt zu keinen Überschneidungen der verschiedenen Fächer. Selbst die Wahlmodule werden so koordiniert, dass es dort meistens keine Überschneidungen gibt und man theoretisch alle besuchen könnte. Wenn du jedes Semester nach dem vorgegebenen Stundenplan studierst und alle Prüfungen bestehst, bist du nach 3 Jahren (Bachelor) tatsächlich fertig.

Die Vorlesungen an der AUF beginnen um 7:30 Uhr und enden um 18:30 Uhr. Mittags gibt es eine Pause, so dass man in der Mensa essen gehen kann. Keine Sorge, ihr müsst natürlich nicht jeden Tag schon um 7:30 Uhr da sein. Die durchschnittliche Präsenzzeit beträgt in der Woche nur 20 x 45 Minuten.

Woher bekommt man das Material?

Meistens sagt der Dozent in seiner ersten Vorlesung, wo man seine Materialien findet. Fast alles findet man online. Dafür hat die Uni verschiedene Plattformen, zu denen du mit der Immatrikulation eine Zugangsberechtigung bekommst. Benötigte Bücher gibt es (meist) in ausreichender Stückzahl in der Bibliothek. Selten verteilt ein Dozent sein Material in der Vorlesung selbst (als PDF oder Ausdruck). Solltest du da mal etwas verpassen, dann frag am besten deine Mitstudierenden.

Gibt es nur Theorie im Studium oder auch Praxis?

Ein Hochschulstudium beinhaltet meistens sehr viel Theorie, der aber die praktischen Bezüge nicht fehlen dürfen. Es gibt also beides in deinem Studium. Praxis gibt es vor allem bei Exkursionen, in Seminaren und Übungen, bei denen du nicht drum rum kommen wirst, mal Erde und Pflanzen in die Hand nehmen zu müssen für Bestimmungen oder mal nah an ein Tier ranzugehen, um zu gucken, ob es gesund aussieht oder auch ein wenig die Welt zu vermessen.

Sind Spezialisierungen im Bachelor möglich? Welche Profile?

Agrarwissenschaften
Die Wahlpflichtmodule im 5. und 6. Semester sollen dir helfen deine Interessen zu vertiefen und dein eigenes akademisches Profil zu gestalten. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten im Bereich Tier, Boden & Pflanze, Aquakultur und Praxis. Hier eine Übersicht.

Ist die Lehre auf MV spezialisiert?

Nein, man lernt viele Grundlagen, die weltweit gelten. Es wird aber einiges an Beispielen aus MV erklärt und gezeigt.

Welche Fächer werden hier angeboten, aber nicht an anderen Unis?

In Rostock werden in den Agrarwissenschaften die Grundlagen aus dem Tier- und Pflanzenbereich für alle Studierenden gelehrt. Eine Spezialisierung erfolgt erst später im Masterbereich. Viele Studenten haben sich für Rostock entschieden, weil sie erst einmal beide Seiten kennen lernen wollten, bevor sie sich für eine entscheiden oder sie wollten - obwohl sie sich innerlich schon für einen Bereich festgelegt hatten - trotzdem noch etwas aus dem anderen Bereich lernen. Eine Entscheidung für Rostock trafen einige auch auf Grund der guten Wahlmöglichkeiten im Wahlpflichtbereich.

Die Ausbildung im Bachelorstudiengang Umweltingenieurwissenschaften ist auf die Besonderheiten des ländlichen Raums und der Küstenregion fokussiert. Die hier anzutreffenden Fragestellungen und Lösungsansätze sind über Norddeutschland hinaus in vielen Regionen weltweit relevant und übertragbar.

Die Studiengänge der Fakultät werden in enger Kooperation mit mehreren Fakultäten der Universität Rostock sowie verschiedenen außeruniversitären Forschungseinrichtungen angeboten. Du erfährst dadurch sehr schnell, was in der Forschung aktuell ist.

Wie ist die Studentenstruktur an der AUF?

Momentan ist von 18 bis 40 alles dabei. Auffällig ist, dass es doch so einige gibt, die vorher schon eine Ausbildung gemacht haben und sich dann für ein Agrarstudium bzw. ein Studium im Umweltbereich entscheiden, weil es interessant ist und vor allem eine Perspektive für die Zukunft bietet.

Es gibt auch ganz viele Studentinnen und sie schaffen ihr Studium genauso gut wie die Studenten! Uns sind spontan auch keine Vorurteile gegen Frauen in Agrar- und Umweltingenieurberufen bekannt. Viele leitende Positionen sind inzwischen auch von Frauen besetzt.

Wie ist das Klima an der Fakultät?

Sehr gut. Unsere Fakultät ist mit etwa 700 Studenten recht klein und damit überschaubar. Schon nach kurzer Zeit werdet ihr euch hier gut zurechtfinden. Eure Dozenten schwirren den ganzen Tag hier rum und irgendwann werdet ihr nicht mehr drum rum kommen sie zu grüßen. Die mit gutem Gedächtnis für Namen werden eure kennen.