Mit dem offiziellen Auftakttreffen ist das europäische Forschungsprojekt EQUATERRA – „Healing the Land, Rebuilding the Future“ gestartet. Unter der Koordination der Universität Maribor (Slowenien) arbeiten 14 Partner aus sieben Ländern über einen Zeitraum von vier Jahren an innovativen Lösungen für die ökologische Sanierung und den nachhaltigen Wiederaufbau kriegsbetroffener Regionen in der Ukraine.
Im Mittelpunkt stehen kontaminierte Böden, belastete Gewässer und große Mengen an Bau- und Abbruchabfällen. In drei ukrainischen Pilotprojekten werden naturbasierte Sanierungsverfahren, kreislaufgerechte Baustoffe und KI-gestützte Technologien entwickelt und erprobt.
An der Universität Rostock sind zwei Professuren am Projekt beteiligt:
Professur für Massivbau (Prof. Dr. Panagiotis Spyridis): Entwicklung und experimentelle Prüfung nachhaltiger Baustoffe aus recycelten Bauabfällen und biobasierten Rohstoffen, Erarbeitung konstruktiver Bemessungsgrundlagen sowie KI-gestützte Vorhersage von Materialeigenschaften.
Professur für Abfall- und Stoffstromwirtschaft (Prof. Dr. Michael Nelles und Dr. Jan Sprafke): Fachliche Beiträge zur Charakterisierung von Abfällen, Ressourcenrückgewinnung, Analyse von Stoffströmen und Entwicklung kreislauforientierter Verwertungsstrategien für Bau- und Abbruchabfälle.
Gemeinsam untersuchen die Forschungsgruppen die technische Eignung, Sicherheit und Kreislauffähigkeit wiedergewonnener Materialien. Dabei werden auch Risiken beim Umgang mit Materialien aus Kriegsgebieten und die Anforderungen europäischer Bauproduktvorschriften berücksichtigt.
In enger Zusammenarbeit mit ukrainischen Forschungspartnern, insbesondere der Kyiv National University of Construction and Architecture, unterstützt die Universität Rostock die Entwicklung und Validierung praxisnaher Lösungen für einen ressourcenschonenden Wiederaufbau.
EQUATERRA verbindet Umweltsanierung, Ressourcenmanagement und nachhaltiges Bauen mit dem Ziel, kriegsbedingte Abfälle in wertvolle Ressourcen für den Wiederaufbau umzuwandeln.
Das Projekt wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon Europe der Europäischen Union gefördert.
https://cordis.europa.eu/project/id/101291100/fr
Kontakt:
Prof. Panagiotis Spyridis
Universität Rostock
Fakultät für Agrar, Bau und Umwelt
Tel.: +49 381 498-3540
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