Die Technologie im Einsatz
Ziel des Versuchs ist unter anderem die automatisierte Erfassung des Befiederungszustands. Dafür wurden im Stall mehrere Kameras installiert, die Bilddaten generieren, um ein KI-Modell gezielt zu trainieren. Der Test findet unter Realbedingungen in einem typischen landwirtschaftlichen Praxisbetrieb in Deutschland statt.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Tierkomfort:
- Freiwillige Nutzung: Der Prototyp ist als Strukturelement direkt im Einstreubereich platziert.
- Stressfrei: Die Hennen können das Element jederzeit freiwillig betreten und wieder verlassen, was eine natürliche Datenerhebung ohne Beeinträchtigung des Tierverhaltens ermöglicht.
Warum ist das wichtig?
Der Gefiederzustand gilt als ein besonders aussagekräftigster Tierwohlindikator. Er gibt direkte Rückschlüsse auf die Gesundheit und das Management der Herde.
Der Mehrwert für die Praxis?
Die Entwicklung dient primär der Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe bei der betrieblichen Eigenkontrolle. Digitale Lösungen wie diese fungieren als „frühes Warnsystem“:
- Schnelligkeit: Veränderungen im Wohlbefinden werden rascher erkannt.
- Präzision: Unmittelbare Daten ermöglichen ein gezielteres Herdenmanagement.
- Effizienz: Objektive KI-Analysen ergänzen den geschulten Blick des Tierhalters und erleichtern den Alltag im Stall.
Das Projekt wird im Rahmen des EFRE-Programms 2021 – 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union gefördert.
Kontakt:
Universität Rostock
Fakultät Agrar, Bau und Umwelt (AUF)
Professur Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik
Dr. Astrid Grün
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