Inhalt:
Ausgehend von einer kritischen Wertung der globalen Phosphat-Reserven und des vielfach adaptierten „peak phosphorus“-Konzeptes wird die Notwendigkeit eines sparsameren Einsatzes von aus Lagerstättenphosphat hergestellten P-Düngern im Ackerbau hergeleitet. Aktuelle Forschungsprojekte wie z.B. InnoSoilPhos (https://www.innosoilphos.de/default.aspx) haben eine Vielzahl von Möglichkeiten aufgezeigt, wie Mineraldünger P sparsamer und damit nachhaltiger eingesetzt werden kann. Diese Möglichkeiten umfassen eine kritische Anwendung der „amtlichen“ P-Gehaltsklassen und –Düngeempfehlungen, die Mobilisierung der aus früheren Düngungen im Boden angereicherte Phosphate und die breite Anwendung von P-Recyclingprodukten. Mittels Versuchsdaten aus kürzlich veröffentlichten und noch unveröffentlichten Studien werden diese Möglichkeiten eines nachhaltigen P-Einsatzes demonstriert und bewiesen.
Referent:
Prof. Dr. agr. habil. Peter Leinweber ist seit 1998 Inhaber der Professur für Bodenkunde an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Ein Forschungsschwerpunkt der Professur liegt in der Zusammensetzung und Umsetzungen organischer Substanzen im Boden. Die Untersuchung der Wechselwirkungen von chemischer Zusammensetzung und Verhalten von P-Verbindungen im Boden und im System „Boden – Pflanze – Gewässer“ bilden einen weiteren Arbeitsschwerpunkt. Diese Forschungen sind eingebettet in die Interdisziplinäre Fakultät der Universität Rostock und in den Leibniz WissenschaftsCampus „Phosphorforschung Rostock“.
Veranstaltungsort:
Hörsaal JLW8-HS1, Justus-von-Liebig-Weg 8, 18059 Rostock

