OptiLeg

Angepasste Aufzucht von Junghennen zur tiergerechten Verlängerung der Haltungsdauer von Legehennen

Im Projekt "OptiLeg" wird untersucht, inwiefern durch optimierte Haltungs- und Fütterungsbedingungen in der Junghennenaufzucht die Haltungsdauer von Legehennen nachhaltig verlängert werden kann. Dabei werden die Aspekte Tierwohl, Tiergesundheit, Ökonomie und Ökologie in der Aufzucht- und Legephase betrachtet. Um die Mobilität der Junghennen frühzeitig zu fördern und somit auch eine gesunde und langlebige Legehenne, erhalten die Tiere je Beobachtungsgruppe zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten Zugang zum Scharrraum. Zudem werden zwei Futtermischungen eingesetzt, die sich im Rohfaser- und aNDFom-Gehalt unterscheiden. Dadurch werden die Effekte des Öffnungszeitpunkts der Voliere und des Fasergehalts des Futters auf die Haltungsdauer von Legehennen untersucht. Darüber hinaus wird der Ansatz von Stickstoff und Phosphor im Körper der Junghennen erfasst.

Ziel des Forschungsprojektes "OptiLeg" ist es, durch optimierte Haltungs- und Fütterungsbedingungen in der Junghennenaufzucht die Haltungsdauer von Legehennen unter Aspekten des Tierwohls, der Tiergesundheit, der Ökonomie sowie der Ökologie nachhaltig zu verlängern.

In der Junghennenaufzucht werden folgende Effekte auf die Haltungsdauer von Legehennen untersucht:

  • Einsatz von zwei Futtermischungen mit unterschiedlichen Rohfaser- und aNDFom-Gehalten
  • Zwei Öffnungszeitpunkte der Volierenanlage

Durch Ganzkörperanalysen soll außerdem der Phosphor- und Stickstoffansatz von Junghennen bewertet werden.

Das Projekt OptiLeg ist in fünf Arbeitspakete gegliedert, die unter den Projektpartnern aufgeteilt sind. An der Professur Tiergesundheit und Tierschutz wird das Arbeitspaket 4 bearbeitet.

Arbeitspaket 4: N- und P-Ansatz sowie Knochenbruchfestigkeit

Am Ende der Aufzuchtphase (AP1) werden Tiere zur Bestimmung des N- und P-Ansatzes im Ganzkörper ausgewählt. Außerdem werden die Knochenbruchfestigkeit, Muskelmagenentwicklung und Dünndarm-, Dickdarm- und Muskelmagenmassen der Tiere bestimmt. Die Ermittlung der Knochenbruchfestigkeit lässt Rückschlüsse auf die Mineralisierung der Knochen zu, die einerseits in Abhängigkeit der Futterzusammensetzung und andererseits in Zusammenhang mit der Menge an aufgenommen Futter steht. Es kann hier ebenfalls eine mögliche Wechselwirkung mit der Magenentwicklung unterstellt werden. Darüber hinaus ist über ein verändertes Aktivitätsverhalten der Junghennen ein möglicher Effekt der unterschiedlichen Öffnungszeiten der Voliere auf die Knochenbruchfestigkeit zu erwarten. Zur Bewertung der Knochendichte werden Indexe (Seedor Index und Robusticity Index) aus Knochenmasse und Knochenlänge der Tibiotarsi berechnet und Röntgenaufnahmen der Knochen gemacht, um den Einfluss der Haltung auf diese Merkmale zu prüfen. Anhand der Ausprägung der Muskelmägen durch Messung der Muskelmagenwanddicke wird der Einfluss des Futterfasergehaltes auf die Muskelmagenentwicklung ermittelt. Zudem wird ein möglicher Einfluss der Futtervarianten auf die Massen von Dünndarm, Dickdarm und Muskelmagen in Relation zur Lebendmasse untersucht. Neben den bereits erwähnten Merkmalen werden röntgenologische Untersuchungen von Brustbeinen von ausgewählten Tieren am Ende der Aufzuchtphase durchgeführt, um mögliche Effekte der unterschiedlichen Öffnungszeitpunkte der Voliere auf Brustbeinveränderungen zu überprüfen.

Förderung:

geplante Laufzeit:

01/2023 – 12/2026

Die Bearbeitung des Projektes erfolgt in Zusammenarbeit mit

  • der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
  • der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK NRW)

Projektkoordinator: Dr. Philipp Hofmann (LfL).

Projekt-Homepage

Projektbearbeitung in Rostock