Programm Tierforschungsgebäude - Justus-von-Liebig-Weg 6b

Neues aus der Wissenschaft – Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung von Biogasanlagen mittels Ultraschall und kaltem Plasma – Emissionsreduktion in der Tierhaltung

Raum 05, Laborbesichtigung, 16.00 - 22.00 Uhr, laufend

Das Herzstück der Professur bildet ein hochmodernes - großzügig eingerichtetes Biogaslabor. Dort werden verschiedenste Versuche durchgeführt, wie zum Beispiel: Aufbereitung von organischen Restsoffen durch chemo-/physikalische Verfahren, Biogas-/Methanerträge von pflanzlichen und tierischen Biomassen, Rest-/Nebenprodukten der landwirtschaftlichen Produktion, Biokohlen zur Reinigung von Gasen und Flüssigkeiten, Einsatz von Blasentang der Ostsee als Biogassubstrat. Weiterhin werden Verfahren zur Emissionsreduktion in der Tierhaltung durch angepasste Fußböden und Reinigungstechniken vorgestellt.

Betreuung: Prof. Dr. Sandra Rose, Dr. Jörg Burgstaler, Dr. Susanne Demba, Dr. Astrid Grün, Dr. Iftikhar Ahmed Saeed, Dr. Denny Wiedow, M.Sc. Katrin Schönherr, M.Sc. Konstantin Stetter und Paul Anakin Höfer - Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik

Laboruntersuchungen zum Biogaspotential (Batchversuch); Foto: Jörg Burgstaler
Plasmaentstehung durch gepulste Funkenentladungen im flüssigen Medium; Foto: INP-2019

Das Verbundprojekt AutoPasture stellt sich vor.

Informationsstand, 16.00 - 22.00 Uhr, laufend

Das Forschungsvorhaben AutoPasture – Digitale Anwendungen für ein autonomes Herden- und Weidemanagement von Rindern zielt darauf ab, zukunftsfähige, tierwohlgerechte Lösungen für die Rinderhaltung zu entwickeln, indem es die Weidehaltung von Rindern automatisiert und damit den personellen Aufwand reduziert. Es umfasst als Reallabore Milchviehhaltung, produktionsorientierte Mutterkuhhaltung und die Haltung von Wasserbüffeln.

An diesen Haltungsformen sollen verschiedene Aspekte untersucht werden. Neben biologischen Gesichtspunkten, wie Untersuchungen der Auswirkung der Beweidung auf verschiedenen Vegetationsgemeinschaften oder der Förderung der Biodiversität, sollen auch die Grenzen der Möglichkeiten der Automatisierung des Weidemanagements und die Auswirkung von Technik auf das Wohlbefinden der Tiere untersucht werden. Alle gesammelten Daten werden in einem Data Lake verarbeitet. Dort soll ein digitaler Zwilling der Weiden entstehen mit dem Tierverhalten und -vitalzustand, als auch Pflanzenwachstum nachgebildet werden können.

Bild: AuotPasture, ChatGPT generiert

Betreuung: Fabia Koch (Hochschule Stralsund), M.Sc. Konstantin Stetter (AUF - Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik) und M.Sc. Felix Beske (AUF - Grünland und Futterbauwissenschaften) 


Mit einer 3D-Brille durch den Stall; Foto: FBN

Stall und Kuh – ein Muh und Du

Informationsstand, 16.00 - 22.00 Uhr, laufend

Wie würde ein Stall aussehen, wenn Kühe ihn selbst planen dürfen?

In dieser interaktiven Station könnt ihr den Stall der Zukunft für Kühe entdecken. Erkundet den virtuellen Stall (am Bildschirm oder mit VR-Brille) mit dem innovativen Stallkonzept mit muttergebundener Kälberaufzucht sowie moderner Technik für Fütterung, Entmistung und Melken als Mensch oder aus der Perspektive einer Kuh. Außerdem gehen wir der Frage nach, welche Produkte wir von landwirtschaftlichen Tieren nutzen, und zeigen anschaulich am Beispiel des Schweins, wie vielseitig tierische Rohstoffe im Alltag verwendet werden.

Wissen zum Anfassen – und zum Eintauchen.

Betreuung: Anika Prüfer, Lisa Isernhagen und Marianne Zenk - Forschungsinstitut für Nutztierbiologie, Dummerstorf


Upcycling

Bastelstand, 16.00 - 20.00 Uhr, laufend

Den interessierten Besuchern wird die Möglichkeit geboten, unterstützend durch Mitarbeitende der Professur Abfall- und Stoffstromwirtschaft eigene Upcycling-Ideen (z.B. Schlüsselanhänger aus altem Feuerwehrschlauch) zu verwirklichen. Materialien und Werkzeuge dafür werden durch die Professur gestellt.

geeignet für Kinder ab 6 Jahre

Betreuung: Dr. Jan Sprafke - Abfall- und Stoffstromwirtschaft


Die Zukunft wächst gemischt – Bäume auf dem Acker

Informationsstand, 16.00 - 22.00 Uhr, laufend

Landwirtschaftsbetrieb Thomas Domin in Peickwitz, Süd-Brandenburg; Foto: Leon Bessert, DeFAF e. V.

Agroforstsysteme verbinden Gehölze, Pflanzenbau und Tierhaltung auf einer Fläche und schaffen so widerstandsfähige, produktive Ökosysteme. Es wird gezeigt, wie diese gemischten Systeme Klima, Böden und Biodiversität fördern – und gleichzeitig eine zukunftsfähige Landwirtschaft ermöglichen. Vorgestellt werden konkrete Agroforstsysteme, die bereits erfolgreich in der Praxis umgesetzt werden, sowie ihre Bedeutung für unterschiedliche Regionen. Dabei wird deutlich, dass sich diese Systeme grundlegend voneinander unterscheiden: Während in Europa überwiegend vergleichsweise einfache, an die maschinelle Bewirtschaftung angepasste Strukturen dominieren, sind Agroforstsysteme in den Tropen häufig deutlich vielfältiger und weniger streng angeordnet. Anhand anschaulicher Beispiele wird erläutert, welche ökologischen Leistungen Agroforstsysteme im Kontext des Klimawandels und regionaler Rahmenbedingungen erbringen können. Darüber hinaus werden Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten der Fakultät sowie in Kooperationen mit internationalen Partnern gegeben.

Betreuung: Prof. Dr. Ralf Uptmoor, Dr. Ehsan Ebrahimi, Dr. Yue Hu, Jakob Tornier, Franz Weingärtner, Danny Franz, Dominik Nemitz, Karen Sánchez, Fatemeh Noori, Maxim Schunevitsch und Eric Burmeister - Pflanzenbau


Wie beeinflusst Ernährung die Magen-Darm-Gesundheit von Tieren?

Informationsstand, 16.00 - 22.00 Uhr, laufend

Foto: Evelyn Bolzmann

Die Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere beeinflusst maßgeblich die Magen-Darm-Gesundheit und ist damit ein entscheidender Faktor für die Sicherstellung von Tiergesundheit und Leistungsfähigkeit. Unterschiedliche Tierarten wie Rinder, Schweine und Geflügel weisen spezifische verdauungsphysiologische Besonderheiten auf, die eine angepasste Fütterungsstrategie erfordern.

Sie erfahren, welche Unterschiede in der Fütterung dieser Tierarten bestehen und welche Futtermittel jeweils zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang werden aktuelle Forschungsprojekte der Professur, die innovative und ressourcenschonende Lösungen für eine tiergerechte Ernährung landwirtschaftlicher Nutztiere entwickeln, vorgestellt. Zudem wird aufgezeigt, mit welchen wissenschaftlichen Methoden die Effekte der Fütterung auf die Darmgesundheit untersucht und bewertet werden können. Besucherinnen und Besucher erhalten so einen fundierten Einblick in die komplexen Zusammenhänge zwischen Ernährung und Tiergesundheit. Interaktive Elemente wie Futterproben zum Anfassen, ein Quiz für Jung und Alt sowie ein 3D-Darmmodell laden dazu ein, Wissenschaft praxisnah zu erleben und zu verstehen.

Betreuung: Prof. Dr. med. vet. Ilen Röhe, M.Sc. Vincent Tarus, Anne Hagemann und Evelyn Bolzmann - Tierernährung und Ernährungsphysiologie


Der Forschungsverbund KI-Tierwohl stellt sich vor!

Informationsstand, 16.00 - 22.00 Uhr, laufend

Tiergesundheit und evidenzbasierte Erfassung des Tierwohls in Forschung und Landwirtschaft sind von zentraler wissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Bedeutung sowie integraler Bestandteil der nationalen Bioökonomiestrategie und des One-Health-Konzeptes. Das Projekt wird im Rahmen des EFRE Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommers aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union gefördert. Die Projektpartner stellen ihre ersten Ergebnisse vor. 

Tierwohl im Blick – die Maus verstehen

Wie beobachten Forschende das Befinden von Labormäusen? Wir zeigen, wie digitale Käfigsysteme und Videoanalysen kontinuierlich Daten zum Verhalten sammeln und auswerten. Probiert selbst aus, wie der Mouse Grimace Scale funktioniert, und erfahrt, wie Gesichtsausdrücke Hinweise auf Schmerz geben. Verschiedene Systeme veranschaulichen, wie moderne Forschung Tierwohl messbar macht. Ein interaktiver Einblick in Methoden für mehr Transparenz und Tierwohl in der Forschung.

Betreuung: M.Sc. Lucia Schulz - Universitätsmedizin Rostock, Institut für Experimentelle Chirurgie 

Macht Schweinen Laufen Spaß?

An unserer interaktiven Station können Sie parallel mit Ihrem digitalen Schweine-Trainingspartner auf einem Laufband Schritte sammeln. So erfahren Sie hautnah, welche positiven Effekte freiwillige Bewegung haben kann und wie mithilfe moderner Technik im Projekt „KI-Tierwohl“ Aktivität, Verhalten und Wohlbefinden untersucht werden. Laufbandbenutzung ab 6 Jahren und bis 120 kg.

Betreuung: M.Sc. Lina Brüling und M.Sc. Steve Lebing - Forschungsinstitut für Nutztierbiologie, Dummerstorf

Tierwohl im Blick - die Maus verstehen; Foto: UMR/IEC
Macht Schweinen Laufen Spaß?; Foto: FBN/Brüling
Digitale Einblicke in den Legehennenstall; Foto: UR/AUF/Grün
Mission Datenchaos - Daten organisieren: Foto: UR/Nölting

Digitale Einblicke in den Legehennenstall

Wie kann man mit Hilfe von digitalen Tools in derzeitigen Haltungssystemen von Nutztieren negatives wie positives Wohlbefinden rascher und unmittelbarer erkennbar machen? Im Rahmen des Projekts „KI-Tierwohl“ testen wir, wie künstliche Intelligenz das Tierwohl von Legehennen verbessern kann. Wir möchten Ihnen den ersten Prototyp im Einsatz zeigen und digitale Einsichten in einen Legehennenstall gewähren.

Betreuung: Dr.-Ing. Purbaditya Bhattacharya - IEF und Dr. Astrid Grün - Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik

Mission Datenchaos

Warum ist es so wichtig, Daten gut zu organisieren? Mit einem kniffligen und unterhaltsamen Spiel bringt unsere Forschungsdatenmanagerin, Rica Rehfeld, Kindern auf spielerische Weise das Thema Forschungsdatenmanagement näher. Dabei wird gerätselt, sortiert, ausprobiert und ganz nebenbei entdeckt, warum Struktur, Dokumentation und Sorgfalt echte Superkräfte in der Forschung sind.

Betreuung: M.A. Rica Rehfeld - Forschungsdatenmanagerin des Forschungsverbundes KI-TIERWOHL


Biotechnologie in der Pflanzenzüchtung

Informationsstand, 16.00 - 22.00 Uhr, laufend

Mit Hilfe biotechnologischer Methoden ist es möglich die Pflanzenzüchtung zu verbessern oder auch bekannte Kulturpflanzen zur CO2 neutralen Produktion von Proteinen oder anderen wertvollen Inhaltsstoffen zu nutzen. Diese neuen Inhaltsstoffe können Kunststoffe ersetzen oder Anwendung in Medizin und Biotechnologie finden. Wie erklären wie moderne Pflanzenzüchtung funktioniert, was Impfstoffe mit Pflanzen zu tun haben und warum man Pflanzen für kultiviertes Fleisch benötigt. Dabei informieren wir über aktuelle Ergebnisse unserer Forschung und zeigen in Besucherexperimenten, dass in Nahrungsmitteln natürlicherweise große Mengen DNA und Proteine enthalten sind.

Betreuung: Kerstin Thoss, Jennifer Dienel, Jonas Jochmann und Dr. Jana Huckauf - Nutzpflanzengenetik

Transiente Expression des grün fluoreszierenden Proteins; Collage: Kerstin Thoss

Moderne Züchtungsforschung für eine nachhaltige Landwirtschaft

Informationsstand, 16.00 - 22.00 Uhr, laufend

Versuchsfeld am JKI, Insitut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen in Groß Lüsewitz; Foto: Julius Kühn-Institut

Welche Eigenschaften bieten pflanzengenetische Ressourcen, um unsere Kulturpflanzen an globale Herausforderungen wie Klimawandel und Ernährungssicherheit anzupassen?

Wir informieren über aktuelle Züchtungsforschung am JKI und beleuchten Potentiale für eine nachhaltige Landwirtschaft. Am Julius Kühn Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen ermitteln wir die Potenziale der Vielfalt pflanzengenetischer Ressourcen, erforschen die Genetik wertvoller Eigenschaften und wie diese durch Anwendung aktueller Methoden am effizientesten für die Pflanzenzüchtung genutzt werden können.

Betreuende: Lucas Erdmann, Florian Haase, Dr. Asis Shrestha und Prof. Dr. Benjamin Stich - Julius Kühn-Institut