Besuch an der Brno University of Technology – Austausch über Spitzenforschung zur Unsicherheitsquantifizierung von Ingenieurbauwerken im Oktober 2025
Dr. Jafar Jafari-Asl besuchte das Institut für Baustatik an der Brno University of Technology, Tschechische Republik, für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt. Während seines Besuchs führte er einen inspirierenden Austausch mit Dr. Lukáš Novák und dem Forschungsteam „Uncertainty Quantification and Approximations“ (UQ ART).
Zu den Höhepunkten des Aufenthalts gehörten gemeinsame Studien zu aktiven Lernmethoden in der Unsicherheitsquantifizierung von Ingenieurbauwerken sowie Diskussionen über die Anwendung der UQ auf die Ermüdung von Strukturen.
Der Aufenthalt wurde durch das DAAD-Projekt „Active Machine Learning for Identification of Characteristic Fatigue Curves“ (57704137) unterstützt. Die Zusammenarbeit hat bereits spannende Ergebnisse hervorgebracht, und ein gemeinsames Paper befindet sich derzeit in Vorbereitung – ein Beleg für die fruchtbare Partnerschaft zwischen der Brno University of Technology und der Universität Rostock.
Memorandum zum Tod von Prof. Dr. Sokratis Georgiadis
Mit tiefem Bedauern habe ich vom Tod von Prof. Dr. Sokratis Georgiadis erfahren. Er war ein herausragender Akademiker, enger Familienfreund und ein unschätzbar einsichtsvoller Ratgeber in wichtigen Momenten.
Seine Forschung zur Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur archaischen griechischen Architektur setzte wichtige Akzente und bereicherte das Fach über viele Jahre. Akademische Stationen führten ihn nach London, Zürich, Bern und Berlin, bevor er Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart wurde.
Sein Geist und seine menschliche Wärme werden mir stets in Erinnerung bleiben.
Pangiotis Spyridis
https://georgiadis-architektur.com/
Start des Wintersemester 25/26 - Einführungstag für unsere angehenden Bauingenieure
Am Nachmittag des Einführungstages konnten die Studierenden spielerisch das Tragverhalten unterschiedlicher Brückenkonstruktionen kennenlernen. Nach einer kurzen Einführung zu unterschiedlichen Brückenvarianten, wo schon erste Fachbegriffe wie Spannweite, Schlankheit, Längsschnitt, Querschnitt, etc. kurz erklärt wurden, konnten aus folgenden Materialien Brückenmodelle gebaut werden:
- Makkaroni und Spagetti
- Marshmallow
- Holzbausteine
- Schnur
- Klebeband
- Bastelkarton
Die ca. 25 Studierenden teilten sich in sechs Gruppen auf und jede Gruppe hatte ein individuelles Tragwerk konzipiert und hergestellt. Nachdem die Brückenmodelle fertiggestellt waren, wurden die Modelle gewogen um den Materialeinsatz einzuschätzen. Im Anschluss wurde die Festigkeit in einem Prüfrahmen gemessen. Die Brückenmodelle waren zum Teil so stabil, dass die Messuhr des Prüfrahmens nicht ausreichte um zu messen bei welcher Belastung die Brücke nachgibt. An dieser Stelle war dann Körpereinsatz gefragt. Von 500 N bis 900 N musste das Eigengewicht der Studierenden bei den Belastungsversuchen nachhelfen um die Tragfähigkeit der Berücken zu testen.
Im Zuge der Test zeigte sich ein ganz unterschiedliches Verhalten der Brücken. Zum Beispiel versagten einige Brücken spröde. Andere Brücken versagten duktile mit einem bemerkenswerten Ankündigungsverhalten. Neben diesen für die Studierenden möglicherweise neuen Begriffen, konnten an dieser Stelle Begriffe wie „Grundzustand der Tragfähigkeit“ oder „Grundzustand der Gebrauchstauglichkeit“ ein erstes Mal in den Sprachgebrauch der Studierenden eingeführt werden.
Neben dem Bau der Brückenmodelle bestand für die schnellen Teilnehmer*innen die Möglichkeit mit einem Roboter ferngesteuert Schäden an einem Bauwerk zu erkunden. Das war natürlich sehr spannend.
Alle Teilnehmer*innen verfolgten die Messungen gespannt bis zum Schluss. Der Nachmittag war eine tolle Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen bei einer angenehmen Atmosphäre. Im Anschluss daran gab es dann die Möglichkeit am Grillen auf dem Gelände der Uni teilzunehmen. Neben den genaschten Marshmallow konnte dann auch schon wieder geschaut werden, ob doch noch etwas vom Grill in den Magen passte. 😉
Wir wünschen auf jeden Fall allen angehenden Bauingenieuren einen tollen Semesterstart und hoffen, dass sie das neue Semester mit viel Motivation und Freude angehen.
IPW2025 – 21. Internationaler Probabilistischer Workshop in Rostock
Vom 10. bis 12. September 2025 fand im Hauptgebäude der Universität Rostock der „21. International Probabilistic Workshop“ (IPW) statt. Der Lehrstuhl Massivbau unter der Leitung von Herrn Prof. Panagiotis Spyridis richtete diese renommierte Veranstaltung erstmals aus.
Internationale Experten und Praktiker trafen hierbei zusammen um folgende Schwerpunktthemen in Vorträgen zu analysieren:
- strukturelle Sicherheit und Zuverlässigkeit,
- die Modellierung und Quantifizierung von Unsicherheiten,
- die Vorhersage und Vorbereitung auf Klimabedrohungen und Extremereignisse,
- die Robustheit und Widerstandsfähigkeit von Gebäuden und Infrastruktur,
- die Entscheidungsfindung bei Entwurf, Bau und Instandhaltung,
- das Risikomanagement und die Versicherbarkeit,
- digitale Tools zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -minderung sowie künstliche Intelligenz für Simulation,
- Analyse und Entscheidungsunterstützung
Am Eröffnungstag würdigte unsere Rektorin, Frau Prommer, in einer emotionalen Rede den Gastredner Dan M. Frangopol mit einer Ehrengedenkmünze für seine herausragende Arbeit.
Dan M. Frangopol ist der erste Inhaber des Fazlur R. Khan-Stiftungslehrstuhls für Bauingenieurwesen und Architektur an der Lehigh University. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet des Life-Cycle-Engineering von Zivil- und Schiffsbauten sowie der Optimierung der Lebenszykluskosten. Er ist Gründungspräsident der International Association for Bridge Maintenance and Safety (IABMAS) sowie der International Association for Life-Cycle Civil Engineering (IALCCE). Er ist Gründungsredakteur von Structure and Infrastructure Engineering. Er erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen von ASCE, IABSE, IASSAR, ISHMII, SAE und anderen Berufsverbänden, darunter die Newmark-, Freudenthal-, Housner-, Croes- (zweimal), TY Lin- und Khan-Medaille, den Ang Award sowie den Lifetime Achievement Award in Education (OPAL). Zudem ist er Träger von vier Ehrendoktorwürden und 14 Ehrenprofessuren großer Universitäten. Im Jahr 2023 stiftete die ASCE die Dan M. Frangopol Medal for Life-Cycle Engineering of Civil Structures.
Prof. Frangopol ist gewähltes Mitglied der US-amerikanischen National Academy of Construction sowie ausländisches Mitglied der kanadischen, japanischen und mexikanischen Akademie der Ingenieurwissenschaften, der Academia Europaea (London), der Königlichen Akademie von Belgien und der Rumänischen Akademie der Technischen Wissenschaften.
Außerdem wurde der renommierte Young Presenter Award an den Doktoranden Fahri Baran Koroglu verliehen.
Den Experten und Praktikern aus aller Welt wurde mit dieser Veranstaltung eine dynamische Plattform geboten, um die Rolle der Unsicherheit bei der Bewältigung technischer Herausforderungen zu untersuchen.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für die gelungenen Präsentationen und freuen uns, sie alle bald bei einer anderen Veranstaltung in Rostock wiederzusehen.
Einladung zu einem interessanten Gastvortrag "Innovationen in Agrar-, Bau- und Umweltwissenschaften im Kontext europäischer Förderungen"
Wir laden Sie herzlich zu einem spannenden Gastvortrag ein, der sich mit dem aktuellen Thema “Innovationen in Agrar-, Bau- und Umweltwissenschaften im Kontext europäischer Förderungen” befasst. Die Veranstaltung richten sich an alle Studierende, Wissenschaftler*innen und Professoren der AUF.
Gastvortrag: „Innovationen in Agrar-, Bau- und Umweltwissenschaften im Kontext europäischer Förderungen“
Mittwoch, 04. Juni 2025, 15:00 Uhr
Seminarraum 8, Haus II, Justus-von-Liebig-Weg 2, 18059 Rostock
Gastredner: Dipl. Ing. Johannes Kisser - international ausgewiesenen Experte für Kreislaufwirtschaft und naturbasierte Lösungen
Freuen Sie sich auf einen fachlich fundierten Einblick in innovative Ansätze für eine zirkuläre und nachhaltige Zukunft.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme sowie auf einen diskussionreichen Austausch nach dem Vortrag.
Besuch an der Swinburne University – Austausch zu Spitzenforschung im konstruktiven Ingenieurbau
Prof. Panos Spyridis besuchte vergangene Woche die Swinburne University of Technology in Melbourne, Australien, und führte einen spannenden Austausch mit Prof. Emad Gad, Dekan der School of Engineering, sowie seinem hochkarätigen Team (von links nach rechts): PhD-Kandidat Rajbhandari, Dr. Anita Amirsardari und Assoc. Prof. Jessey Lee.
Besichtigt wurden unter anderem die 3D-Druckanlagen für Beton und das einzigartige Multi-Axis Substructure Testing (MAST) System im Advanced Technologies Centre – eine weltweit führende Forschungsinfrastruktur im Bereich Baudynamik.
Einladung zu zwei spannenden Gastvorträgen zu Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit im Bauwesen
Wir laden Sie herzlich zu zwei hochkarätigen Gastvorträgen ein, die sich mit aktuellen Themen rund um Kreislaufwirtschaft, nachhaltiges Bauen und Ressourceneffizienz im Bauwesen beschäftigen. Die Veranstaltungen richten sich an Studierende, Wissenschaftler*innen sowie Fachleute aus der Praxis, die sich für Umwelttechnik, Baustoffe und zukunftsfähige Infrastrukturen interessieren.
1. Gastvortrag: „Von der Sekundärrohstofferkundung zum Recyclingprodukt: Kreislaufwirtschaft mineralischer Baurestmassen in Österreich“
Mittwoch, 14. Mai 2025, 16:30 Uhr
Seminarraum 8, Justus-von-Liebig-Weg 2, 18059 Rostock
Gastredner: Ass. Prof. Dr. techn. Dipl.-Ing. Jakob Lederer (TU Wien)
Dr. Lederer stellt innovative Ansätze zur Wiederverwertung von Abbruchmaterialien vor, darunter:
- Pre-Demolition Audits zur optimierten Materialtrennung
- Technologien zur Aufbereitung und Wiederverwendung
- Der Einsatz recycelter Stoffe in Beton und Zement
2. Gastvortrag: „Circularity and Climate Sustainability in Civil Engineering Infrastructures“
Montag, 19. Mai 2025, 13:30 Uhr
Seminarraum 8, Justus-von-Liebig-Weg 2, 18059 Rostock
Gastrednerin: Dipl.-Ing. MEng, MSc Athina Papakosta (HS2 London Tunnels, Skanska Costain STRABAG JV)
Athina Papakosta beleuchtet Nachhaltigkeitsstrategien am Beispiel des Hochgeschwindigkeitsbahnprojekts HS2 in Großbritannien, mit Fokus auf:
- Klimaschutz und Whole-Life-Carbon
- Ressourceneffizienz
- Innovationen im Bereich CO₂-reduzierter Baustoffe
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf den fachlichen Austausch im Anschluss an die Vorträge.
Mit freundlichen Grüßen
Professur Massivbau
Universität Rostock
Kontakt: Frau Daniela Beyer daniela.beyeruni-rostockde
Bericht zur Exkursion unserer Studenten zu einer der größten Brückenbaustellen im Norden Deutschlands am 22.01.2025
Am 22. Januar trafen wir uns im Justus-von-Liebig-Weg, um gemeinsam mit einem Reisebus zur Baustelle der neuen Elbebrücke in Wittenberge zu fahren. Zunächst führte uns unsere Reise zum Baustellenbüro, wo wir von Seiten der DEGES einen interessanten Vortrag über die Planung und Ausführung der Bauarbeiten erhalten haben. Besonders erwähnenswert war der Umfang und die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Aspekte, die am Ende zu einer Brückenlösung führten. Auf der folgenden Internetseite können weitere interessante Informationen zu dem Bauvorhaben angesehen werden:
https://www.deges.de/projekte/projekt/a-14-abschnitt-3-as-seehausen-nord-bis-wittenberge/
Im Anschluss an die Projektvorstellung ging es dann zur Baustelle. Hier konnten wir uns umsehen und Fragen stellen. Zunächst haben wir uns die Strohmbrücke angesehen, die in Stahlverbundbauweise hergestellt wird. Die Strohmbrücke wird in einem sog. Verschubkeller montiert und taktweise über die Elbe geschoben. Kurz nach unserer Exkursion stand ein großer Verschub über die Elbe an, für den bereits Vorbereitungen getroffen wurden. Eine Besonderheit der Strohmbrücke ist die Orthoverbundfahrbahnplatte, für die im Genehmigungsprozess eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) erforderlich war und die so in Deutschland bisher einmalig ist.
Wir erhielten tollen einen Einblick in den Stahlbau des großen Brückenquerschnittes, der von den Ausmaßen schon fast an ein Schiff erinnert.
Interessant waren auch die in den Stahlbetonbauweise hergestellten Widerlager und Pfeiler. Im weiteren Verlauf unserer Baustellenbesichtigung wurden wir zu den Vorlandbrücken geführt. Die Vorlandbrücken werden in Spannbetonbauweise auf einem Vorschubgerüst hergestellt. Für uns unfassbar zu sehen, welche Erdmengen auch hier vor und hinter dem Bauwerk bewegt werden.
Nach dieser spannenden Baustellenbesichtigung fuhren wir mit dem Reisebus wieder nach Rostock, wo wir nach einem unvergesslichen Tag pünktlich um 18:00 Uhr eintrafen.
Bericht "Bauingenieurwesen als neuer Master an der Universität Rostock" im Studienhandbuch veröffentlicht im Dezember 2024
Wir sind jetzt auch im Studienhandbuch zu finden, welches im Dezember 2024 veröffentlicht wurde.
Die Exemplare werden u.a. verteilt:
- Gymnasien in MV und Umgebung sowie Landesagenturen für Arbeit an Berufsinformationszentren (BIZ).
- Über die Fakultätentage Bauingenieurwesen und Fachschaftstage (Fachhochschulen) an Studieninteressierte, Studienberatern, Fachoberschulen und Berufsakademien.
- Als Begleitpublikation auf Messen der Berufsfindung
- E-Versand (Hierzu aber Anfrage erforderlich.)
siehe auch Link: https://online.fliphtml5.com/azcn/ulen/#p=49
Studiengang Bauingenieurwesen Wintersemester 2024/2025 im Oktober 2024 gestartet







Das Wintersemester 2024/2025 hat begonnen und wir begrüßen unsere neuen Studenten an unserer Fakultät.
In der ersten Woche erhielten unsere neuen Studenten in der sogenannten Einführungswoche alle Informationen über den Studiengang Bauingenieurwesen und darüber hinaus Informationen zum Studentenleben.
Denn in einer gemeinsamen Projektarbeit zum Thema "Brückenbau" konnten sich die neuen Kommilitonen sowie ältere Studierende beschnuppern, kennenlernen und austauschen.
In dieser Projektarbeit wurde u.a. den neuen Studenten Marshmallows und Spaghettis zur Verfügung gestellt, um eine Brücke zu errichten.
Es sind außerordentliche Ideen entstanden, die dann anschließend in einer Präsentation vorgestellt wurden.
Darüber hinaus konnten in diesem Projekt die neuen Studenten bereits ihre Ideen verwirklichen, die sie auch mit dem Studiengang Bauingeneurwesen verbinden.
Im Masterstudiengang jedoch wurde das Erlernte von den Studenten bereits praktisch angewandt. Denn es sollte ebenfalls aus Spaghettis und Lasagneplatten eine Brücke errichtet werden. Mit einem ferngesteuerten Auto wurde dann die Brücke auf Stabilität getestet und von anderen Studenten und Lehrkräften bewertet.
Natürlich wurden auch in dieser Woche von den Lehrkräften die Hörsäle und Seminarräume sowie Informationen zu den Studieninhalten und Prüfungen vorgestellt.
Zu guter Letzt durfte selbstverständlich die zünftige Begrüßung von unserer Fachschaft nicht fehlen.
Wir wünschen all unseren Studenten im Studiengang Bauingenieurwesen ein erfolgreiches Wintersemenster 2024/2025 und freuen uns auf eine rege Beteiligung an den Vorlesungen!!!
Masterstudiengang Bauingenieurwesen ab dem Wintersemester 2024/2025 in Rostock
Die Fakultät bietet den Masterstudiengang Bauingenieurwesen ab dem Wintersemester 2024/2025 an. Der Studiengang hat erfolgreich ein Verfahren der internen Akkreditierung durchlaufen und entspricht den Standards der Kulturministerkonferenz und der Universität Rostock. Die interne Akkreditierung gilt bis zum 30. September 2032.
Eine Übersicht mit allgemeinen Angaben und Informationen zur Zulassung für diesen Studiengang finden Sie hier.
Presseartikel zum neuen Masterstudiengang Bauingenieurwesen in der Zeitschrift Beton- und Stahlbetonbau aktuell 7/24 erschienen:
Rathaus Exkursion in Rostock am 20.06.24
Derzeit entsteht in Rostock ein Bauwerk, welches für die innerstädtische Entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock einen Meilenstein darstellt. Die Erweiterung des Rathausgebäudes.
Die Baumaßnahem umfasst den Neubauten von zwei Gebäuden. Dies beinhaltet zum einen den Bau eines „Doppelgiebelhauses“ in dem auch Eheschließungen des Standesamtes stadtfinden werden. Das „Doppelgiebelhaus“ schließt eine bauliche Lücke welche durch die Zerstörung eines historisches Doppelgiebelhaus aus dem 14. Jahrhundert, im 2. Weltkrieg gerissen wurde. In dem Gebäude werden sich auch ein neuer Bürgerschaftssaal, Büros und Konferenzräume befinden. Zum anderen beinhaltet die Baumaßnahme den Bau eines Verwaltungsneubaus mit modernen Raumstrukturen, für den eine Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DNGB) in Gold angestrebt wird.
Am 20. Juni konnten ca. 20 Studierende der Universität Rostock, an einer Exkursion zur Baustelle der Rathauserweiterung teilnehmen. Zu Beginn wurde das Projekt durch Stefan Bölkow (Abteilungsleiter Neubau/Sanierung beim KOE) und Torsten Ruwoldt vom Planungsbüro MHB Rostock ausführlich und sehr interessant vorgestellt. Punkte wie: Baustellenlogistik, Baugrubenverbaue, konstruktive Details, Bauwerksabdichtung, gestalterische Gesichtspunkte, Baugrenzen, Gebäudehöhen, Raumnutzungskonzepte, etc. wurden anschaulich erklärt.
Nach der Vorstellung des Projektes in einem Baucontainer ging es dann auf die Baustelle, auf der Archäologen dabei waren mittelalterliche Gründungen freizulegen und deren Lage zu dokumentieren. An andere Stelle auf der Baustelle konnte die Herstellung von Großbohrpfählen für eine tangierende Bohrpfahlwand beobachtet werden.
Wir freuen uns auf den nächsten Besuch auf der Baustelle und die Möglichkeit die Rathauserweiterung aus erster Hand miterleben und das Wachsen der beiden Gebäude miterleben zu dürfen.
(Nähere Informationen zum Projekt auch unter: https://www.koe-rostock.de/projekte/rathauserweiterung.php),
weitere Informationen zur Exkursion unter https://www.linkedin.com/posts/arndt-draheim-7774a3248_rostock-bauingenieur-werkstudent-activity-7211022953637949440-RBQB?utm_source=share&utm_medium=member_android
bzw. zum Studiengang Bauingenieurwesen unter: https://www.linkedin.com/pulse/heute-als-rostocker-student-auf-der-hxdoe?utm_source=share&utm_medium=member_android&utm_campaign=share_via )
Exkursion am 18.05.2024 in Lübeck
Am 18. Mai hatten die Studierenden der Universität Rostock, die Gelegenheit im Rahmen einer Exkursion des Lehrstuhls Massivbau zur Baustelle der Bahnhofsbrücke in Lübeck, die sehr interessante Bautechnologie des Brückenquerverschubes um mehrere Meter, vor Ort zu erleben. Dabei soll das östliche Brückenteil mithilfe von hydraulischen Pressen um etwa 7 Meter an das westliche Brückenteil herangeschoben werden. Neben des Brückenquerverschubes konnten wir die gesamte Baustelle besichtigen und den Beteiligten Fragen stellen. In Zuge dessen konnten wir einen einmaligen Einblick in die Planungsunterlagen erhalten. Damit einhergehend wurde uns die Herausforderung der technischen Ausführung dargelegt und der entsprechende Lösungsansatz vorgestellt. Am Tag vor der Exkursion erhielten wir durch das Planungsteam der Inros-Lackner SE und das Ausführende Bauunternehmen Becker GmbH & Co. KG in einer zweistündigen Projektvorstellung, detaillierte Einblicke in die Planung und Bauausführung des Bauwerkes.
In den letzten Jahren wurde in Lübeck ein interessantes Brückenbauvorhaben realisiert. Mit 115 Jahren wurde die alte Bahnhofsbrücke den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht und musste, in einem komplexen innerstädtischen Umfeld, durch eine neues Bauwerk ersetzt werden. Die neue Bahnhofsbrücke verfügt über zwei getrennte Überbauten, welche in Walzträger in Betonbauweise hergestellt wurden. Beide Überbauten ruhen auf massiv in Stahlbetonbauweise errichteten Unterbauten. Die Gründung des Bauwerkes erfolgt über Tiefgründungen mittels Großbohrpfählen und Flachgründungen. Am flach gegründeten Widerlager sind die Überbauten über eine Rahmenecke monolithisch mit den Unterbauten verbunden.
Das gesamte Projekt lässt sich in mehrere Etappen gliedern. Der Querverschub im Mai diesen Jahres war nur eine davon, bis der Verkehr ab voraussichtlich Herbst 2024 wieder fließt.
(siehe auch: https://www.inros-lackner.de/aktuelles/news/fachexkursion-brueckenbau)
























