Bericht zur Exkursion zur Baustelle der Autobahn A26 West bei Hamburg am 28.05.2026



Ziel unserer Exkursion am 28.05. nach Hamburg war die Baustelle des Neubaus der Autobahn A26 West. Neu gebaut werden unter anderem 8,0 km der A26 sowie 3,7 km der A7 einschließlich Lärmschutzwänden und Regenwasserbehandlungsanlagen, 17 Brücken sowie ein 190 m langer Tunnel. Planung und Ausführung der Baumaßnahme erfolgen unter Verantwortung der DEGES, deren Vertreter Herr Scheer und seine Kollegen – auch aus den beteiligten Ingenieurbüros – uns freundlich empfangen haben. Eine ausführliche Auflistung der einzelnen Baumaßnahmen findet sich unter dem unten angegebenen Link.
Das komplexe Verkehrsinfrastrukturprojekt wird von der DEGES GmbH umgesetzt. Vor Ort erhielten wir im Rahmen einer Präsentation Einblicke in die Herausforderungen, die mit diesem Großprojekt verbunden sind. So trennt beispielsweise der westliche Streckenabschnitt landwirtschaftliche Anbauflächen im Norden von einem Vogelschutzgebiet im Süden, wobei die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse beider Bereiche bei Planung und Bau berücksichtigt werden müssen. Der wenig tragfähige Torfboden in Kombination mit den hohen Eigengewichts- und Verkehrslasten erfordert koordinierte Bodenverbesserungsmaßnahmen während des Bauprozesses. Zudem macht die Lage der Maßnahme in einem Trinkwasserschutzgebiet sorgfältig geplante und ausgeführte Gewässerschutzmaßnahmen notwendig – sowohl während der Bauphase als auch für den späteren Betrieb.
Während des Baus war es außerdem erforderlich, Sperrungen des laufenden Verkehrs möglichst zu vermeiden. Dies betrifft sowohl die bestehende Autobahn als auch die Gleisverbindung zum Hamburger Westhafen.
Nach dem Vortrag fuhr die Gruppe, ausgestattet mit Warnwesten und Helmen, zum sogenannten „Überflieger“, einer im Radius gebauten Stahlverbundbrücke, die künftig das gesamte Autobahnkreuz der A26 und A7 überqueren wird.
Im weiteren Verlauf der Exkursion besichtigten wir den Tunnel unterhalb des Gleisbetts, welches den Gütertransport zum Hamburger Westhafen sicherstellt. Der Tunnel endet derzeit an einer überschnittenen Bohrpfahlwand. Diese fängt den Geländesprung der unter Verkehr befindlichen A7 ab, bis der Tunnel im Rahmen des Projektes A26 Ost ergänzt wird und künftig wieder ans Tageslicht führt.
Unter folgendem Link können weitere Informationen zum Projekt abgerufen werden:
Exkursion zum ehemaligen Kernkraftwerk Lubmin am 27.05.2026



Am 27. Mai 2026 hatten wir die Möglichkeit, das ehemalige Kernkraftwerk in Lubmin bei Greifswald zu besichtigen. Das Kraftwerk war neben dem Standort in Rheinsberg einer der beiden DDR-Standorte, an denen elektrische Energie aus Kernkraft gewonnen wurde.
Die Reaktoren 1–4 gingen seinerzeit ans Netz und erzeugten bis zur Wende 1990 über einen Zeitraum von etwa 18 Jahren elektrische Energie. Vier weitere 440-MW-Reaktoren neuerer Generation, die sich unter anderem durch höhere Sicherheitsstandards auszeichneten, waren geplant und teilweise bereits fertiggestellt. Im Zuge der Wiedervereinigung konnte eine wirtschaftliche Nutzung des Kraftwerks aufgrund der veralteten Sicherheitsstandards – insbesondere der Reaktoren 1–4 – jedoch nicht mehr gewährleistet werden, sodass die Stilllegung und der Rückbau des Standorts beschlossen wurden.
Wäre der Bauprozess nicht durch die Wende unterbrochen worden, hätte das Kraftwerk mit insgesamt acht Reaktoren zu den größten und modernsten Anlagen weltweit gehört. Anlagen dieses Typs der zweiten Generation russischer Entwicklung stehen heute noch in Tschechien, Russland, Ungarn, der Slowakei und der Ukraine in Betrieb.
Nach unserer Ankunft am Standort wurden wir von Vertretern der Firma EWN empfangen. Nach einem einführenden Vortrag sowie einer Fragerunde wurden wir durch eines der Reaktorgebäude geführt. Während dieser Führung erhielten wir weitere interessante Informationen sowohl zum früheren Betrieb als auch zum heutigen Rückbau der Anlage. Besonders interessant war dabei, mit welchen Verfahren die Dekontamination durchgeführt wird, wie gering die Menge tatsächlich belasteter Reststoffe nach dem Rückbau einer solch großen Anlage ist und welche alternativen Methoden zur Lagerung in Castor-Behältern heute bereits existieren und marktreif sind. Interessierte Studierende hatten sogar die Möglichkeit, einen Blick in den nie in Betrieb genommenen Reaktor zu werfen.
Nach einem informationsreichen Tag machten wir uns am Nachmittag wieder auf den Weg zurück zu unserer Fakultät in Rostock.
Bericht zur Exkursion zur weltweit höchsten Windkraftanlage nach Schipkau am 19.05.2026
Mit einem Reisebus, der sonst die Spieler des Rostocker Eishockeyteams Piranhas zu ihren Auswärtsspielen fährt, startete unsere Exkursionsgruppe am 19. Mai 2026 in Richtung Brandenburg. Ziel war die Gemeinde Schipkau in der Lausitz, wo derzeit die mit über 300 Metern weltweit höchste Windkraftanlage entsteht. Die als Gittermaststruktur konzipierte Anlage stellt einen innovativen Prototyp dar. Neben der Erzeugung elektrischer Energie wird sie umfangreiche Messdaten liefern, die der Weiterentwicklung besonders hoher Windkraftanlagen dienen sollen. Hierfür ist die Anlage mit moderner Sensorik ausgestattet. Vor Ort konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen eindrucksvollen Überblick über die Dimensionen des Bauprojekts verschaffen. Insbesondere die Größe der unteren Turmsegmente verdeutlichte die außergewöhnlichen Ausmaße der Anlage. Im Rahmen einer Führung über die Baustelle vermittelte Herr Dr.-Ing. Frank Adam von GICON interessante Einblicke in die Planung und den Bau des Höhenwindturms. Thematisiert wurden unter anderem die logistischen Herausforderungen beim Management der mehr als 20.000 Einzelteile, die für die Errichtung der Anlage benötigt werden. Großes Interesse fanden zudem die Ausführungen zur Gründung des Turms. Da sich der Bauplatz in der Lausitz und damit in einem ehemaligen Bergbaugebiet befindet, mussten besondere geologische Bedingungen bei Planung und Ausführung berücksichtigt werden. Die daraus resultierenden Anforderungen werden unter anderem im Rahmen der vermessungstechnischen Begleitung der Baumaßnahme kontinuierlich überwacht.
Weitere Informationen und Bilder zum Projekt finden Sie unter:
GICON Höhenwindturm
Vortrag zur Warnowbrücke - 29. April 2026 ab 16:00 Uhr
Am Mittwoch, den 29. April 2026,
findet um 16:00 Uhr im Justus-von-Liebig-Weg, Haus 8, Hörsaal 1,
ein interessanter Vortrag über die geplante Warnowbrücke statt.
Referent ist Frank Bernhardt, geschäftsführender Direktor der Inros-Lackner SE und verantwortlich für den Bereich Brückenbau. Das Planungsbüro Inros-Lackner hat gemeinsam mit dem Büro Schlaich Bergermann Partner im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft die Entwurfsplanung der Warnowbrücke erarbeitet und ist auch an der Ausführungsplanung beteiligt.
Der Vortrag bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich aus erster Hand über das Projekt zu informieren, Fragen zu stellen und Einblicke in die Planung komplexer Infrastrukturbauwerke zu erhalten. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, mithilfe von VR-Brillen einen dreidimensionalen Eindruck des Bauwerks zu gewinnen, das mit der BIM-Methode geplant wurde.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Ankündigung von Gastvorträgen am 27.04.2026



Wir freuen uns, Sie am Montag, den 27.4.2026 zu zwei spannenden Gastvorträgen von
Prof. Dr. Habil. José António Silva Carvalho Campos Matos
einladen zu dürfen.
📍 Ort: Raum SR 8, Haus 2, Justus-von-Liebig-Weg 2
🕒 Programm:
13:30 Uhr -15.00 Uhr – Novel approaches towards a sustainable management of existing civil infrastructures
16:00 Uhr 17.30 Uhr – AI for sustainable management of existing infrastructures
Kurzbiografie
Prof. Dr. José Matos ist Assistant Professor am Fachbereich Bauingenieurwesen der School of Engineering der Universität Minho (Portugal). Er ist Mitglied des ISISE – Institute of Sustainability and Innovation in Structural Engineering der Universität Minho und leitet dort das Risk and Asset Management on Civil Infrastructures Cluster (RAmCI), das Transportation and Mobility HUB (TMOB-HUB) sowie den Erasmus+ Joint-Masterstudiengang NoRISK. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Asset-Management-Systeme, Lebenszykluskosten (LCC), Sicherheits- und Risikoanalysen sowie Nachhaltigkeit. Prof. Matos ist Autor und Mitautor von mehr als 250 wissenschaftlichen Publikationen und war an zahlreichen internationalen Projekten beteiligt, darunter SIRMA, InfraCrit, SustIMS und SAFEWAY. Darüber hinaus hatte er führende Positionen in internationalen Fachorganisationen inne, unter anderem als Präsident der European Association on Quality Control of Bridges and Structures (EuroStruct), als Vizepräsident der International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE) sowie als Vorsitzender der Kommission 8 der fib – Fédération Internationale du Béton.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Besuch an der Brno University of Technology – Austausch über Spitzenforschung zur Unsicherheitsquantifizierung von Ingenieurbauwerken im Oktober 2025
Dr. Jafar Jafari-Asl besuchte das Institut für Baustatik an der Brno University of Technology, Tschechische Republik, für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt. Während seines Besuchs führte er einen inspirierenden Austausch mit Dr. Lukáš Novák und dem Forschungsteam „Uncertainty Quantification and Approximations“ (UQ ART).
Zu den Höhepunkten des Aufenthalts gehörten gemeinsame Studien zu aktiven Lernmethoden in der Unsicherheitsquantifizierung von Ingenieurbauwerken sowie Diskussionen über die Anwendung der UQ auf die Ermüdung von Strukturen.
Der Aufenthalt wurde durch das DAAD-Projekt „Active Machine Learning for Identification of Characteristic Fatigue Curves“ (57704137) unterstützt. Die Zusammenarbeit hat bereits spannende Ergebnisse hervorgebracht, und ein gemeinsames Paper befindet sich derzeit in Vorbereitung – ein Beleg für die fruchtbare Partnerschaft zwischen der Brno University of Technology und der Universität Rostock.
Memorandum zum Tod von Prof. Dr. Sokratis Georgiadis
Mit tiefem Bedauern habe ich vom Tod von Prof. Dr. Sokratis Georgiadis erfahren. Er war ein herausragender Akademiker, enger Familienfreund und ein unschätzbar einsichtsvoller Ratgeber in wichtigen Momenten.
Seine Forschung zur Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur archaischen griechischen Architektur setzte wichtige Akzente und bereicherte das Fach über viele Jahre. Akademische Stationen führten ihn nach London, Zürich, Bern und Berlin, bevor er Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart wurde.
Sein Geist und seine menschliche Wärme werden mir stets in Erinnerung bleiben.
Pangiotis Spyridis
https://georgiadis-architektur.com/
Start des Wintersemester 25/26 - Einführungstag für unsere angehenden Bauingenieure
Am Nachmittag des Einführungstages konnten die Studierenden spielerisch das Tragverhalten unterschiedlicher Brückenkonstruktionen kennenlernen. Nach einer kurzen Einführung zu unterschiedlichen Brückenvarianten, wo schon erste Fachbegriffe wie Spannweite, Schlankheit, Längsschnitt, Querschnitt, etc. kurz erklärt wurden, konnten aus folgenden Materialien Brückenmodelle gebaut werden:
- Makkaroni und Spagetti
- Marshmallow
- Holzbausteine
- Schnur
- Klebeband
- Bastelkarton
Die ca. 25 Studierenden teilten sich in sechs Gruppen auf und jede Gruppe hatte ein individuelles Tragwerk konzipiert und hergestellt. Nachdem die Brückenmodelle fertiggestellt waren, wurden die Modelle gewogen um den Materialeinsatz einzuschätzen. Im Anschluss wurde die Festigkeit in einem Prüfrahmen gemessen. Die Brückenmodelle waren zum Teil so stabil, dass die Messuhr des Prüfrahmens nicht ausreichte um zu messen bei welcher Belastung die Brücke nachgibt. An dieser Stelle war dann Körpereinsatz gefragt. Von 500 N bis 900 N musste das Eigengewicht der Studierenden bei den Belastungsversuchen nachhelfen um die Tragfähigkeit der Berücken zu testen.
Im Zuge der Test zeigte sich ein ganz unterschiedliches Verhalten der Brücken. Zum Beispiel versagten einige Brücken spröde. Andere Brücken versagten duktile mit einem bemerkenswerten Ankündigungsverhalten. Neben diesen für die Studierenden möglicherweise neuen Begriffen, konnten an dieser Stelle Begriffe wie „Grundzustand der Tragfähigkeit“ oder „Grundzustand der Gebrauchstauglichkeit“ ein erstes Mal in den Sprachgebrauch der Studierenden eingeführt werden.
Neben dem Bau der Brückenmodelle bestand für die schnellen Teilnehmer*innen die Möglichkeit mit einem Roboter ferngesteuert Schäden an einem Bauwerk zu erkunden. Das war natürlich sehr spannend.
Alle Teilnehmer*innen verfolgten die Messungen gespannt bis zum Schluss. Der Nachmittag war eine tolle Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen bei einer angenehmen Atmosphäre. Im Anschluss daran gab es dann die Möglichkeit am Grillen auf dem Gelände der Uni teilzunehmen. Neben den genaschten Marshmallow konnte dann auch schon wieder geschaut werden, ob doch noch etwas vom Grill in den Magen passte. 😉
Wir wünschen auf jeden Fall allen angehenden Bauingenieuren einen tollen Semesterstart und hoffen, dass sie das neue Semester mit viel Motivation und Freude angehen.
IPW2025 – 21. Internationaler Probabilistischer Workshop in Rostock vom 10. bis 12. September 2025
Vom 10. bis 12. September 2025 fand im Hauptgebäude der Universität Rostock der „21. International Probabilistic Workshop“ (IPW) statt. Der Lehrstuhl Massivbau unter der Leitung von Herrn Prof. Panagiotis Spyridis richtete diese renommierte Veranstaltung erstmals aus.
Internationale Experten und Praktiker trafen hierbei zusammen um folgende Schwerpunktthemen in Vorträgen zu analysieren:
- strukturelle Sicherheit und Zuverlässigkeit,
- die Modellierung und Quantifizierung von Unsicherheiten,
- die Vorhersage und Vorbereitung auf Klimabedrohungen und Extremereignisse,
- die Robustheit und Widerstandsfähigkeit von Gebäuden und Infrastruktur,
- die Entscheidungsfindung bei Entwurf, Bau und Instandhaltung,
- das Risikomanagement und die Versicherbarkeit,
- digitale Tools zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -minderung sowie künstliche Intelligenz für Simulation,
- Analyse und Entscheidungsunterstützung
Am Eröffnungstag würdigte unsere Rektorin, Frau Prommer, in einer emotionalen Rede den Gastredner Dan M. Frangopol mit einer Ehrengedenkmünze für seine herausragende Arbeit.
Dan M. Frangopol ist der erste Inhaber des Fazlur R. Khan-Stiftungslehrstuhls für Bauingenieurwesen und Architektur an der Lehigh University. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet des Life-Cycle-Engineering von Zivil- und Schiffsbauten sowie der Optimierung der Lebenszykluskosten. Er ist Gründungspräsident der International Association for Bridge Maintenance and Safety (IABMAS) sowie der International Association for Life-Cycle Civil Engineering (IALCCE). Er ist Gründungsredakteur von Structure and Infrastructure Engineering. Er erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen von ASCE, IABSE, IASSAR, ISHMII, SAE und anderen Berufsverbänden, darunter die Newmark-, Freudenthal-, Housner-, Croes- (zweimal), TY Lin- und Khan-Medaille, den Ang Award sowie den Lifetime Achievement Award in Education (OPAL). Zudem ist er Träger von vier Ehrendoktorwürden und 14 Ehrenprofessuren großer Universitäten. Im Jahr 2023 stiftete die ASCE die Dan M. Frangopol Medal for Life-Cycle Engineering of Civil Structures.
Prof. Frangopol ist gewähltes Mitglied der US-amerikanischen National Academy of Construction sowie ausländisches Mitglied der kanadischen, japanischen und mexikanischen Akademie der Ingenieurwissenschaften, der Academia Europaea (London), der Königlichen Akademie von Belgien und der Rumänischen Akademie der Technischen Wissenschaften.
Außerdem wurde der renommierte Young Presenter Award an den Doktoranden Fahri Baran Koroglu verliehen.
Den Experten und Praktikern aus aller Welt wurde mit dieser Veranstaltung eine dynamische Plattform geboten, um die Rolle der Unsicherheit bei der Bewältigung technischer Herausforderungen zu untersuchen.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für die gelungenen Präsentationen und freuen uns, sie alle bald bei einer anderen Veranstaltung in Rostock wiederzusehen.
Einladung zu einem interessanten Gastvortrag "Innovationen in Agrar-, Bau- und Umweltwissenschaften im Kontext europäischer Förderungen"
Wir laden Sie herzlich zu einem spannenden Gastvortrag ein, der sich mit dem aktuellen Thema “Innovationen in Agrar-, Bau- und Umweltwissenschaften im Kontext europäischer Förderungen” befasst. Die Veranstaltung richten sich an alle Studierende, Wissenschaftler*innen und Professoren der AUF.
Gastvortrag: „Innovationen in Agrar-, Bau- und Umweltwissenschaften im Kontext europäischer Förderungen“
Mittwoch, 04. Juni 2025, 15:00 Uhr
Seminarraum 8, Haus II, Justus-von-Liebig-Weg 2, 18059 Rostock
Gastredner: Dipl. Ing. Johannes Kisser - international ausgewiesenen Experte für Kreislaufwirtschaft und naturbasierte Lösungen
Freuen Sie sich auf einen fachlich fundierten Einblick in innovative Ansätze für eine zirkuläre und nachhaltige Zukunft.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme sowie auf einen diskussionreichen Austausch nach dem Vortrag.
Besuch an der Swinburne University – Austausch zu Spitzenforschung im konstruktiven Ingenieurbau
Prof. Panos Spyridis besuchte vergangene Woche die Swinburne University of Technology in Melbourne, Australien, und führte einen spannenden Austausch mit Prof. Emad Gad, Dekan der School of Engineering, sowie seinem hochkarätigen Team (von links nach rechts): PhD-Kandidat Rajbhandari, Dr. Anita Amirsardari und Assoc. Prof. Jessey Lee.
Besichtigt wurden unter anderem die 3D-Druckanlagen für Beton und das einzigartige Multi-Axis Substructure Testing (MAST) System im Advanced Technologies Centre – eine weltweit führende Forschungsinfrastruktur im Bereich Baudynamik.
Einladung zu zwei spannenden Gastvorträgen zu Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit im Bauwesen
Wir laden Sie herzlich zu zwei hochkarätigen Gastvorträgen ein, die sich mit aktuellen Themen rund um Kreislaufwirtschaft, nachhaltiges Bauen und Ressourceneffizienz im Bauwesen beschäftigen. Die Veranstaltungen richten sich an Studierende, Wissenschaftler*innen sowie Fachleute aus der Praxis, die sich für Umwelttechnik, Baustoffe und zukunftsfähige Infrastrukturen interessieren.
1. Gastvortrag: „Von der Sekundärrohstofferkundung zum Recyclingprodukt: Kreislaufwirtschaft mineralischer Baurestmassen in Österreich“
Mittwoch, 14. Mai 2025, 16:30 Uhr
Seminarraum 8, Justus-von-Liebig-Weg 2, 18059 Rostock
Gastredner: Ass. Prof. Dr. techn. Dipl.-Ing. Jakob Lederer (TU Wien)
Dr. Lederer stellt innovative Ansätze zur Wiederverwertung von Abbruchmaterialien vor, darunter:
- Pre-Demolition Audits zur optimierten Materialtrennung
- Technologien zur Aufbereitung und Wiederverwendung
- Der Einsatz recycelter Stoffe in Beton und Zement
2. Gastvortrag: „Circularity and Climate Sustainability in Civil Engineering Infrastructures“
Montag, 19. Mai 2025, 13:30 Uhr
Seminarraum 8, Justus-von-Liebig-Weg 2, 18059 Rostock
Gastrednerin: Dipl.-Ing. MEng, MSc Athina Papakosta (HS2 London Tunnels, Skanska Costain STRABAG JV)
Athina Papakosta beleuchtet Nachhaltigkeitsstrategien am Beispiel des Hochgeschwindigkeitsbahnprojekts HS2 in Großbritannien, mit Fokus auf:
- Klimaschutz und Whole-Life-Carbon
- Ressourceneffizienz
- Innovationen im Bereich CO₂-reduzierter Baustoffe
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf den fachlichen Austausch im Anschluss an die Vorträge.
Mit freundlichen Grüßen
Professur Massivbau
Universität Rostock
Kontakt: Frau Daniela Beyer daniela.beyeruni-rostockde
Bericht zur Exkursion unserer Studenten zu einer der größten Brückenbaustellen im Norden Deutschlands am 22.01.2025
Am 22. Januar trafen wir uns im Justus-von-Liebig-Weg, um gemeinsam mit einem Reisebus zur Baustelle der neuen Elbebrücke in Wittenberge zu fahren. Zunächst führte uns unsere Reise zum Baustellenbüro, wo wir von Seiten der DEGES einen interessanten Vortrag über die Planung und Ausführung der Bauarbeiten erhalten haben. Besonders erwähnenswert war der Umfang und die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Aspekte, die am Ende zu einer Brückenlösung führten. Auf der folgenden Internetseite können weitere interessante Informationen zu dem Bauvorhaben angesehen werden:
https://www.deges.de/projekte/projekt/a-14-abschnitt-3-as-seehausen-nord-bis-wittenberge/
Im Anschluss an die Projektvorstellung ging es dann zur Baustelle. Hier konnten wir uns umsehen und Fragen stellen. Zunächst haben wir uns die Strohmbrücke angesehen, die in Stahlverbundbauweise hergestellt wird. Die Strohmbrücke wird in einem sog. Verschubkeller montiert und taktweise über die Elbe geschoben. Kurz nach unserer Exkursion stand ein großer Verschub über die Elbe an, für den bereits Vorbereitungen getroffen wurden. Eine Besonderheit der Strohmbrücke ist die Orthoverbundfahrbahnplatte, für die im Genehmigungsprozess eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) erforderlich war und die so in Deutschland bisher einmalig ist.
Wir erhielten tollen einen Einblick in den Stahlbau des großen Brückenquerschnittes, der von den Ausmaßen schon fast an ein Schiff erinnert.
Interessant waren auch die in den Stahlbetonbauweise hergestellten Widerlager und Pfeiler. Im weiteren Verlauf unserer Baustellenbesichtigung wurden wir zu den Vorlandbrücken geführt. Die Vorlandbrücken werden in Spannbetonbauweise auf einem Vorschubgerüst hergestellt. Für uns unfassbar zu sehen, welche Erdmengen auch hier vor und hinter dem Bauwerk bewegt werden.
Nach dieser spannenden Baustellenbesichtigung fuhren wir mit dem Reisebus wieder nach Rostock, wo wir nach einem unvergesslichen Tag pünktlich um 18:00 Uhr eintrafen.
Bericht "Bauingenieurwesen als neuer Master an der Universität Rostock" im Studienhandbuch veröffentlicht im Dezember 2024
Wir sind jetzt auch im Studienhandbuch zu finden, welches im Dezember 2024 veröffentlicht wurde.
Die Exemplare werden u.a. verteilt:
- Gymnasien in MV und Umgebung sowie Landesagenturen für Arbeit an Berufsinformationszentren (BIZ).
- Über die Fakultätentage Bauingenieurwesen und Fachschaftstage (Fachhochschulen) an Studieninteressierte, Studienberatern, Fachoberschulen und Berufsakademien.
- Als Begleitpublikation auf Messen der Berufsfindung
- E-Versand (Hierzu aber Anfrage erforderlich.)
siehe auch Link: https://online.fliphtml5.com/azcn/ulen/#p=49
Studiengang Bauingenieurwesen Wintersemester 2024/2025 im Oktober 2024 gestartet







Das Wintersemester 2024/2025 hat begonnen und wir begrüßen unsere neuen Studenten an unserer Fakultät.
In der ersten Woche erhielten unsere neuen Studenten in der sogenannten Einführungswoche alle Informationen über den Studiengang Bauingenieurwesen und darüber hinaus Informationen zum Studentenleben.
Denn in einer gemeinsamen Projektarbeit zum Thema "Brückenbau" konnten sich die neuen Kommilitonen sowie ältere Studierende beschnuppern, kennenlernen und austauschen.
In dieser Projektarbeit wurde u.a. den neuen Studenten Marshmallows und Spaghettis zur Verfügung gestellt, um eine Brücke zu errichten.
Es sind außerordentliche Ideen entstanden, die dann anschließend in einer Präsentation vorgestellt wurden.
Darüber hinaus konnten in diesem Projekt die neuen Studenten bereits ihre Ideen verwirklichen, die sie auch mit dem Studiengang Bauingeneurwesen verbinden.
Im Masterstudiengang jedoch wurde das Erlernte von den Studenten bereits praktisch angewandt. Denn es sollte ebenfalls aus Spaghettis und Lasagneplatten eine Brücke errichtet werden. Mit einem ferngesteuerten Auto wurde dann die Brücke auf Stabilität getestet und von anderen Studenten und Lehrkräften bewertet.
Natürlich wurden auch in dieser Woche von den Lehrkräften die Hörsäle und Seminarräume sowie Informationen zu den Studieninhalten und Prüfungen vorgestellt.
Zu guter Letzt durfte selbstverständlich die zünftige Begrüßung von unserer Fachschaft nicht fehlen.
Wir wünschen all unseren Studenten im Studiengang Bauingenieurwesen ein erfolgreiches Wintersemenster 2024/2025 und freuen uns auf eine rege Beteiligung an den Vorlesungen!!!
Masterstudiengang Bauingenieurwesen ab dem Wintersemester 2024/2025 in Rostock
Die Fakultät bietet den Masterstudiengang Bauingenieurwesen ab dem Wintersemester 2024/2025 an. Der Studiengang hat erfolgreich ein Verfahren der internen Akkreditierung durchlaufen und entspricht den Standards der Kulturministerkonferenz und der Universität Rostock. Die interne Akkreditierung gilt bis zum 30. September 2032.
Eine Übersicht mit allgemeinen Angaben und Informationen zur Zulassung für diesen Studiengang finden Sie hier.
Presseartikel zum neuen Masterstudiengang Bauingenieurwesen in der Zeitschrift Beton- und Stahlbetonbau aktuell 7/24 erschienen:
Rathaus Exkursion in Rostock am 20.06.24
Derzeit entsteht in Rostock ein Bauwerk, welches für die innerstädtische Entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock einen Meilenstein darstellt. Die Erweiterung des Rathausgebäudes.
Die Baumaßnahem umfasst den Neubauten von zwei Gebäuden. Dies beinhaltet zum einen den Bau eines „Doppelgiebelhauses“ in dem auch Eheschließungen des Standesamtes stadtfinden werden. Das „Doppelgiebelhaus“ schließt eine bauliche Lücke welche durch die Zerstörung eines historisches Doppelgiebelhaus aus dem 14. Jahrhundert, im 2. Weltkrieg gerissen wurde. In dem Gebäude werden sich auch ein neuer Bürgerschaftssaal, Büros und Konferenzräume befinden. Zum anderen beinhaltet die Baumaßnahme den Bau eines Verwaltungsneubaus mit modernen Raumstrukturen, für den eine Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DNGB) in Gold angestrebt wird.
Am 20. Juni konnten ca. 20 Studierende der Universität Rostock, an einer Exkursion zur Baustelle der Rathauserweiterung teilnehmen. Zu Beginn wurde das Projekt durch Stefan Bölkow (Abteilungsleiter Neubau/Sanierung beim KOE) und Torsten Ruwoldt vom Planungsbüro MHB Rostock ausführlich und sehr interessant vorgestellt. Punkte wie: Baustellenlogistik, Baugrubenverbaue, konstruktive Details, Bauwerksabdichtung, gestalterische Gesichtspunkte, Baugrenzen, Gebäudehöhen, Raumnutzungskonzepte, etc. wurden anschaulich erklärt.
Nach der Vorstellung des Projektes in einem Baucontainer ging es dann auf die Baustelle, auf der Archäologen dabei waren mittelalterliche Gründungen freizulegen und deren Lage zu dokumentieren. An andere Stelle auf der Baustelle konnte die Herstellung von Großbohrpfählen für eine tangierende Bohrpfahlwand beobachtet werden.
Wir freuen uns auf den nächsten Besuch auf der Baustelle und die Möglichkeit die Rathauserweiterung aus erster Hand miterleben und das Wachsen der beiden Gebäude miterleben zu dürfen.
(Nähere Informationen zum Projekt auch unter: https://www.koe-rostock.de/projekte/rathauserweiterung.php),
weitere Informationen zur Exkursion unter https://www.linkedin.com/posts/arndt-draheim-7774a3248_rostock-bauingenieur-werkstudent-activity-7211022953637949440-RBQB?utm_source=share&utm_medium=member_android
bzw. zum Studiengang Bauingenieurwesen unter: https://www.linkedin.com/pulse/heute-als-rostocker-student-auf-der-hxdoe?utm_source=share&utm_medium=member_android&utm_campaign=share_via )
Exkursion am 18.05.2024 in Lübeck
Am 18. Mai hatten die Studierenden der Universität Rostock, die Gelegenheit im Rahmen einer Exkursion des Lehrstuhls Massivbau zur Baustelle der Bahnhofsbrücke in Lübeck, die sehr interessante Bautechnologie des Brückenquerverschubes um mehrere Meter, vor Ort zu erleben. Dabei soll das östliche Brückenteil mithilfe von hydraulischen Pressen um etwa 7 Meter an das westliche Brückenteil herangeschoben werden. Neben des Brückenquerverschubes konnten wir die gesamte Baustelle besichtigen und den Beteiligten Fragen stellen. In Zuge dessen konnten wir einen einmaligen Einblick in die Planungsunterlagen erhalten. Damit einhergehend wurde uns die Herausforderung der technischen Ausführung dargelegt und der entsprechende Lösungsansatz vorgestellt. Am Tag vor der Exkursion erhielten wir durch das Planungsteam der Inros-Lackner SE und das Ausführende Bauunternehmen Becker GmbH & Co. KG in einer zweistündigen Projektvorstellung, detaillierte Einblicke in die Planung und Bauausführung des Bauwerkes.
In den letzten Jahren wurde in Lübeck ein interessantes Brückenbauvorhaben realisiert. Mit 115 Jahren wurde die alte Bahnhofsbrücke den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht und musste, in einem komplexen innerstädtischen Umfeld, durch eine neues Bauwerk ersetzt werden. Die neue Bahnhofsbrücke verfügt über zwei getrennte Überbauten, welche in Walzträger in Betonbauweise hergestellt wurden. Beide Überbauten ruhen auf massiv in Stahlbetonbauweise errichteten Unterbauten. Die Gründung des Bauwerkes erfolgt über Tiefgründungen mittels Großbohrpfählen und Flachgründungen. Am flach gegründeten Widerlager sind die Überbauten über eine Rahmenecke monolithisch mit den Unterbauten verbunden.
Das gesamte Projekt lässt sich in mehrere Etappen gliedern. Der Querverschub im Mai diesen Jahres war nur eine davon, bis der Verkehr ab voraussichtlich Herbst 2024 wieder fließt.
(siehe auch: https://www.inros-lackner.de/aktuelles/news/fachexkursion-brueckenbau)



























