APRIORA

Improved risk assessment for strategic water management to reduce micro-pollutant emissions in the Baltic Sea Region


Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Tränckner

Förderung: Interreg Baltic Sea Region

Zeitraum: 01.11.2023 bis 31.10.2026

Partner:   9 Partner aus Deutschland, Finnland, Schweden, Polen und Lettland

Assoziierte Partner:  20 Organisationen (Umweltbehörden, Kommunen, Betreiber von Abwasseranlagen)
 

Projektbeschreibung

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer GIS-gestützten Risikobewertung für Arzneimitteleinträge aus Kläranlagen in die Oberflächengewässer. Hierfür soll gezieltes Monitoring an strategischen Messpunkten mit Emissions- und Transportmodellen im Gewässer kombiniert werden. Dies ermöglicht eine räumlich hoch aufgelöste Abschätzung von Spurenstoffkonzentrationen im Gewässerverlauf und eine darauf aufbauende multikriterielle Risikobewertung. Erstmals soll hier auch das Risiko für gesteigerte Antibiotikaresistenzen gewässerübergreifend bewertet werden.
Der aktuelle Entwurf der EU-Kommunalabwasserrichtlinie fordert eine entsprechende Risikobewertung bis zum Jahr 2030 als Grundlage für die Priorisierung von Kläranlagen, die eine weitergehende Spurenstoffeliminierung („4. Reinigungsstufe“) benötigen.
APRIORA möchte hierfür ein belastbares Bewertungsverfahren liefern, welches von den zuständigen Fachbehörden ohne vertieftes Expertenwissen genutzt werden kann. Ein parallel aufzubauendes Weiterbildungsmodul soll einen schnellen Einstieg die Thematik und wesentliche Fertigkeiten zum Umgang mit dem entwickelten Bewertungssysem vermitteln.

Weiterführende Links

Projektwebsite:                    
https://interreg-baltic.eu/project/apriora

Interreg Baltic Sea Region:                    
https://interreg-baltic.eu/

EU-Kommunalabwasserrichtlinie:           
https://www.eea.europa.eu/publications/urban-waste-water-treatment-for

Stellungnahme des UBA zur EU-Kommunalabwasserrichtlinie:
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/moving-forward-the-european-commissions-proposal

"Co-funded by the European Union (ERDF), this #MadeWithInterreg project helps to remove pollutants from our waters."

 

 

WORKSHOP: PFAS und Arzneimittel im Wasserkreislauf - Im Hinblick auf die gesetzlichen Anforderungen

Am 12. Februar 2025 fand eine Veranstaltung zu diesem Thema an der Universität Rostock statt, die sich explizit an die Aufgabenträger der Wasserwirtschaft, insbesondere Kläranlagenbetreiber und regional verantwortliche Umweltbehörden richtet. In Kooperation der beiden EU-Interreg Baltic Sea Region geförderten Projekte EMPEREST und APRIORA haben der DWA-Landesverband Nord-Ost, die Fakultät für Agrar- und Umweltwissenschaften der Universität Rostock und das Fachgebiet für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität Berlin ein spannendes Programm mit Referent*innen aus Praxis, Behörden und Forschung dargeboten.

Neben den gesetzlichen Anforderungen an die Wasser- und Abwasserbetriebe in Bezug auf Spurenstoffe, erfahren Sie auch mehr über PFAS und Arzneimittelbefunde in der aquatischen Umwelt und Risikobewertung sowie technische Möglichkeiten für die Viertbehandlung. Zudem wurden Beispiele aus der Praxis für den Betrieb, Reinigungsleistung und Kosten von 4. Reinigungsstufen vorgestellt. 

Wir haben uns sehr über Ihr zahlreiches Kommen und das Interesse gefreut! Die Veranstaltung hat uns erneut gezeigt, wie wichtig das Thema Spurenstoffe im Abwasser und im Wasserkreislauf ist. Falls Sie sich für das PFAS-Risikobewertungs-Tool und die Trainingsmaterialien von EMPEREST interessieren und sich nicht bereits beim Workshop in die Liste eingetragen haben, können Sie sich gerne noch nachträglich melden.

© Universität Rostock, Professur Wasserwirtschaft/ Projekt APRIORA, kofinanziert vom EU-interreg Programm Baltic Sea Region